Zauberhaftes Ungarn - Reise durch Ungarn, seine Kultur und Geschichte  
 

Ausführliches über
An- & Weiterreise
Hotels etc.

siehe die
grüne Menüleiste oben.

1 kostenlose Übernachtung inklusive!
Info und Buchung bei

Expedia.de - Reisen. Wie, wann, wohin du willst.

Eingabehilfe

Budapest

Sie sind hier: Startseite > Hauptmenü > Budapest > Sehenswürdigkeiten > Kossuth Platz

Wichtiger Hinweis!
Diese Webseite ist auf die Adresse
http://www.zauberhaftes-ungarn.de/budapest/sehenswuerdigkeiten/kossuth-lajos-platz.htm umgezogen.
Sie werden nach 15 Sekunden automatisch weitergeleitet.
Vielen Dank für Ihr Verständnis!


Neben Sehenswürdigkeiten gibt es zu Budapest noch folgende Unterseiten.
Für nähere Informationen klicken Sie bitte auf den entsprechenden Link!

An-/Weiterreise I Unterkunft I Hintergrundwissen I Events: Kalender I Praktische Hinweise I Highlights I Restaurants&Cafés I Shopping I Für Familien I Bäder I Kur&Wellness I Zu Fuß I Kultur&Bühne I Ausflüge

Wussten Sie schon, dass Budapest zu den beliebtesten Reisezielen in Europa gehört?
Hier ist das ganze Jahr über etwas los!

Sie suchen Unterkunft? Meine renommierten Partner bieten Ihnen eine große Auswahl an
Hotels, Apartments, Pensionen, Ferienhäusern, Ferienwohnungen etc.
Über Ihre Buchung freuen sich

   
 

Bitte beachten Sie auch die grüne Menüleiste oben!

Sehenswürdigkeiten in Budapest - Plätze, Parks und Denkmäler

Der Kossuth Platz - Kossuth tér - in Budapest

Der Kossuth Platz - Kossuth tér Budapest - zählt neben dem Heldenplatz zu den historischen Plätzen der ungarischen Hauptstadt. Dieser weitläufige Platz liegt auf der Pester Seite etwa halbwegs zwischen der Margaretenbrücke und der Kettenbrücke. Umrahmt wird er von mehreren prunkvollen Bauten, allen voran seinem Augenmerk, dem neogotischen Budapester Parlament bzw. Ungarischen Parlament, dem größten Gebäude Ungarns. Den Platz zieren aber auch mehrere Denkmäler prominenter Gestalten aus der ungarischen Geschichte, vornehmlich das Kossuth Denkmal. Es gibt kaum eine Gemeinde, geschweige denn ein Stadt in Ungarn, die nicht diesem ungarischen Politiker und Nationalhelden anhand einem nach ihm benannten Platz oder einer Statue huldigt. Dass das Kossuth Denkmal in der ungarischen Hauptstadt neben dem Sitz der Legislative, dem Budapester Parlament, errichtet und der betreffende Platz nach dem Parlamentarier Kossuth und nicht nach dem Parlament benannt wurde, ist von mächtiger Symbolik und mit einer gewissen Sprengkraft behaftet.

Der Kossuth Platz wurde seit seiner Entstehung mehrmals umgestaltet. Die letzte durchgreifende Veränderung fand 2012-2014 statt. Wegweisend dabei waren neben ästhetischen vor allem ideologische Gesichtspunkte.

Die Umgestaltung des Kossuth Platzes

Die Umgestaltung des Kossuth Platzes wurde 2011 vom ungarischen Parlament mit seiner 2/3-Mehrheit der nationalkonservativen Fidesz beschlossen. Den Plänen entsprechend, sollte der Platz "seine alte Pracht" (der ästhetische Aspekt) und den "Zustand von vor 1944" (der ideologische Aspekt) wiedererhalten.
  • Ästhetische Umgestaltungen
    - Die graue Asphaltwüste des Vorplatzes wurde durch zwei Grünflächen und einen Teich belebt.
    - Der Platz wurde für den Auto- und Busverkehr gesperrt. Dadurch wurde auch der Abgeordnetenparkplatz (der Platz war früher von Autos der Abgeordneten zugeparkt) unter die Erde verlegt.
    - Ein unterirdisches Besucherzentrum wurde eingerichtet. Früher mussten die Besucher des Parlaments stundenlang im Freien warten.
  • Ideologische Umgestaltungen
    - Das 1975 enthüllte Denkmal an Graf Mihály Károlyi (1875-1955), dem ersten Präsidenten der Republik Ungarn nach dem ersten Weltkrieg, wurde entfernt. Károlyi war seit 1913 Führer der linken Unabhängigkeitspartei. Vor allem von ungarischen Rechten wird ihm vorgeworfen, die Macht 1919 an die Kommunisten (Räterepublik unter Béla Kun) abgegeben und die Interessen Ungarns bei den Friedensvertrag von Trianon verraten zu haben. Er wird daher gern als "Verräter" bezeichnet und sein Denkmal war oft der Gegenstand von Schändungen seitens rechtsextremer Parteien (wie Jobbik) und Vertreter rechtsgesinnter Ideologien.
    - An der Stelle des Károlyi-Denkmals wurde das Denkmal an István Tisza (1861-1918) errichtet. Tisza war nach heutigen Maßstäben neoliberal; er war Premierminister von 1913 bis 1917 und vor allem wegen seiner Weigerung, das Wahlrecht auszuweiten (1913 waren nur 7,7% der Bürger Ungarns wahlberechtigt), entschiedener Gegner von Károlyi. Während seiner Amtszeit bekämpfte er die Opposition mit Gewalt und verfolgte eine rigorose Magyarisierungspolitik.
    - Das 1980 enthüllte Denkmal an den Dichter József Attila (1905-37) wurde entfernt und gegen das Reiterstandbild von Graf Gyula Andrássy ausgetauscht. József Attila stand der Kommunistischen Partei nahe und sein Denken war folglich linksgerichtet. Er war aber ein Freidenker und neben politischen Gedichten zählt er vor allem wegen seiner Liebeslyrik und seinen einfühlsamen Versen über Budapest auch heute noch zu den beliebtesten Dichtern Ungarns. Sein Denkmal wurde vom Parlamentsgebäude an das Ufer der Donau versetzt.
    Graf Gyula Andrássy (1823-90) war der erste Ministerpräsident Ungarns nach dem österreichisch-ungarischen Ausgleich 1867 und ab 1871 Außenminister der k.u.k.-Monarchie Österreich-Ungarn. Er setzte sich ferner dafür ein, Budapest zu einer Weltstadt zu machen. In Anerkennung seiner Bestrebungen wurde der 1876 fertiggestellte Boulevard, die heutige Prachtstraße Andrássy út, nach ihm benannt.
    - Das Denkmal an den Volksaufstand 1956 wurde unterirdisch verlegt.
  • Das Kossuth Denkmal
    Das aktuelle Kossuth Denkmal wurde unter Berücksichtigung ästhetisch-ideologischer Gesichtspunkte errichtet. Diese werden ausführlicher im Folgenden erläutert.

    Kurze Beschreibung der Bauten und Denkmäler am Kossuth Lajos-Platz

    Budapester Parlament (Országház)

    Das prunkvolle Budapester Parlament säumt die Westseite des Platzes. Es wurde zwischen 1884 und 1902 nach Plänen von Imre Steindl im neugotischen Stil errichtet. Eigentlich ist es mit seiner Länge von 268 Metern für einen Panoramablick vom Platz aus zu groß. Den besten Blick auf das Parlamentsgebäude hat man von der Budaer Seite, z.B. vom Batthyány-Platz oder von der Fischerbastei. Nicht desto Trotz imponiert auch der vom Kossuth Platz aus überschaubare Teil des Parlamentsgebäudes mit seiner 96 Meter hohen Kuppel. Und außerdem: wenn Sie schon hier sind, dann sollten Sie sich unbedingt auch die Zeit nehmen, um an einer Führung durch Teile des Gebäudes teilzunehmen. Sie dauert etwa 1 Stunde und ist für EU-Bürger kostenlos (Stand Mai 2011).
    Hier tagt von Februar bis Juni sowie September bis Dezember das Ungarische Parlament. Das Gebäude hat 691 reich dekorierte Räume. Eine Prunkstiege führt hinauf in den Kuppelsaal mit der Stephanskrone (benannt nach Stephan I, dem ersten König Ungarns) und den Statuen ungarischer Fürsten und Könige. Im Munkácsy-Saal ist der bedeutendste Kunstgegenstand des Parlaments, das Gemälde "Die Landnahme" vom gleichnamigen Künstler, ausgestellt.

    Budapester Parlament. Links: Fassade gegen den Kossuth tér. Rechts: Prunkstiege.
    Budapester Parlament, Fassade gegen Kossuth Platz  Budapester Parlament; Prunkstiege

    Museum für Völkerkunde (Néprajz múzeum)

    Das 1893-96 errichtete Gebäude diente ursprünglich als Justizpalast und beherbergte später, bis 1945, den Obersten Gerichtshof. Der prachtvolle Bau vereinigt auf gelungene Art und Weise Elemente der Renaissance, des Barock- und des Klassizismus. Mit rund 140 000 ungarischen und 60 000 ausländischen Exponaten gehört er zu den größten seiner Art in Europa. Die tonnengewölbte Treppenhalle schmückte Károly Lotz mit Wand- und Deckengemälden.

    Museum für Völkerkunde, Fassade
    Museum für Völkerkunde in Budapest

    Ungarisches Landwirtschaftsministerium

    Das Gebäude im Stil des Späthistorismus wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Gyula Bukovics erbaut. Charakteristisch ist seine riesige Kolonnade mit korinthischen Säulen.

    Ungarisches Landwirtschaftsministerium
    Ungarisches Landwirtschaftsministerium in Budapest, Fassade   Ungarisches Landwirtschaftsministerium in Budapest, Arkadengang

    Denkmäler

    Mehrere Denkmäler großer Gestalten aus der ungarischen Geschichte schmücken den Kossuth Platz bzw. die unmittelbare Umgebung des Parlamentsgebäudes.

    An der Nordseite des Platzes ehrt ein Denkmal den Namensgeber des Platzes, den Politiker der Ungarischen Revolution 1848/49 und Nationalhelden Lajos Kossuth im Kreise seiner Revolutionäre.

    Kossuth Denkmal
    Kossuth Denkmal am Kossuth Platz in Budapest   Kossuth Denkmal am Kossuth Platz in Budapest

    Die Geschichte des Denkmals
    Das heutige Denkmal wurde 1927 vom Reichsverweser Miklós Horthy enthüllt. Es stammt von János Horvay (1874-1944), einem ungarischen Bildhauer, der vor allem für seine in ganz Ungarn verbreiteten Kossuth-Statuen bekannt geworden ist. Das Denkmal zeigt Kossuth leicht erhöht umgeben von einigen Mitgliedern der ersten ungarischen Regierung nach der Revolution 1848/49, darunter u.a. József Eötvös (Kultusminister), István Széchenyi (Verkehrsminister), Lajos Batthyány (Premierminister) und Ferenc Deák (Justizminister).
    Das Denkmal wurde heftig kritisiert; zum einen spielte Kossuth nur eine bescheidene Rolle im Kabinett von Batthyány (er war Finanzminister) und zum anderen wurde die melancholische Atmosphäre bemängelt; alle Gestalten blicken niedergeschlagen zu Boden.
    Mit der Machtübernahme der Stalinisten nach dem zweiten Weltkrieg ließ der Diktator Mátyás Rákosi das Denkmal 1950 entfernen und mit einem von Zsigmond Kisfaludi Strobl (1884-1975) geschaffenem Werk in Bronze auf einem Sockel aus rotem Marmor ersetzen. Das im klassischen realsozialistischen Stil geschaffene Denkmal zeigt Kossuth mit stolz erhobenem rechten Arm optimistisch in die Zukunft weisend umgeben von sechs Gestalten aus dem "gemeinen Volk", darunter dem Dichter Sándor Petöfi, einem Paar mit Kind, einem Husaren und einem Soldaten. Das "alte" Denkmal wurde nach Dombóvár transportiert und dort, in Gruppen zerlegt, 1973 im größten Park der Stadt "Szigeterdö" aufgestellt.


    Vormaliges Kossuth Denkmal aus der Stalinistischen Ära
    Ehemaliges Kossuth Denkmal am Kossuth Platz in Budapest

    Im Zuge der jüngsten Umgestaltung des Kossuth Platzes sollte auch das realsozialistische Kossuth Denkmal wieder entfernt und das ehemalige, von Horvay geschaffene und von Horthy eingeweihte, nach Dombóvár "verbannte" wieder errichtet werden. Der Bürgermeister von Dombóvar verweigerte jedoch die Herausgabe und so wurde eine exakte Kopie des Horvay-Denkmals angefertigt und aufgestellt.

    Nördlich des Parlamentsgebäudes erhebt sich das Denkmal an Graf István Tisza, eine eher umstrittene Gestalt der ungarischen Geschichte: er führte Ungarn in den ersten Weltkrieg und verfolgte innenpolitisch eine rigorose Magyarisierung der nicht-ungarischen Minderheiten.


    Denkmal Graf István Tisza
    Denkmal István Tisza am Kossuth-Platz in Budapest   Denkmal István Tisza am Kossuth-Platz in Budapest

    Südlich vom Parlamentsgebäude erhebt sich das Reiterstandbild des Grafen Gyula Andrássy, u.a. Außenminister der ersten ungarischen Regierung des österreichisch-ungarischen Ausgleichs.


    Denkmal Graf Gyula Andrássy
    Denkmal Graf Gyula Andrássy am Kossuth-Platz in Budapest

    Wenige Schritte davon entfernt, an der Donau, liegt das Denkmal an den Dichter József Attila.


    József Attila Denkmal
    Denkmal József Attila Nähe Kossuth-Platz in Budapest


    Östlich des Parlamentsgebäudes steht das Reiterstandbild des Fürsten Ferenc II Rákóczi (1676-1735).
    Rákóczi verkehrte zunächst am Wiener Hof, wechselte aber 1701, angesichts der harten Unterdrückung Ungarns durch die Habsburger, Seite und wurde 1703 Anführer des Freiheitskampfes gegen die Österreicher. Dieser Freiheitskampf wurde 1711 verloren. Rákóczi lehnte eine Amnestie ab und ging bis zu seinem Lebensende ins Exil in die Türkei.

    Rákóczi Denkmal vor dem Budapester Parlament
    Rákóczi Denkmal am Kossuth-Platz in Budapest   Rákóczi Denkmal am Kossuth-Platz in Budapest


    Weiter östlich vom Rákóczi Denkmal, in Richtung Freiheitsplatz, erinnert eine lebensgroße bronzene Statue an Imre Nagy (1896-1958), den reform-kommunistischen Ministerpräsidenten, der 1958 wegen seiner Rolle beim ungarischen Volksaufstand 1956 hingerichtet wurde.

    Denkmal Imre Nagy
    Budapester Parlament, im Vordergrund Denkmal Imre Nagy    Denkmal Imre Nagy in der Nähe Kossuth-Platz in Budapest

    Denkmal an den Volksaufstand 1956

    Das Denkmal an den Volksaufstand 1956 liegt unterirdisch und ist über einen Zugang im Osten des Parlamentsgebäudes erreichbar.

    Besucherzentrum

    Nördlich vom Parlamentsgebäude befindet sich ein unterirdisches Besucherzentrum. Hier können Souvenirs und Hungarica in einem gut sortierten Laden sowie Karten für den Besuch des Budapester Parlaments erworben werden.

    Ausblick

    Den Plänen zufolge soll in dem dem Parlament gegenüber liegenden Gebäude, das heute das Museum für Völkerkunde beherbergt, bis Ende dieses Jahrzehnts wieder der Oberste Gerichtshof Ungarns untergebracht werden. Damit wären die drei Träger des staatlichen Gewaltmonopols - Legislative, Exekutive und Judikative - an einem Platz versammelt.

    Öffentliche Verkehrsmittel: Metró M2 oder Straßenbahnlinie 2 bis Haltestelle "Kossuth Lajos tér".

    Menü "Budapest"
    An-/Weiterreise I Unterkunft I Hintergrundwissen I Events: Kalender I Praktische Hinweise I Highlights I Sehenswürdigkeiten I Restaurants&Cafés I Shopping I Für Familien I Bäder I Kur&Wellness I Zu Fuß I Kultur&Bühne I Ausflüge

    Eingabehilfe expedia
    1. Klicken Sie auf das Logo
    2. Sie gelangen auf die Partnerseite von expedia. Wählen Sie dort in der Menüleiste oben die Option Click&Mix und klicken Sie dann auf der neuen Seite auf die Schaltfläche (Sie müssen etwas nach unten blättern) Unglaubliches Angebot.

    Zum Seitenanfang.

    Aktualisiert am 13.12.2016