Zauberhaftes Ungarn - Reise durch Ungarn, seine Kultur und Geschichte
Lage von Fertöd in Ungarn
 

Ferienhäuser und Ferienwohnungen in Ungarn in großer Auswahl bei

in Fertöd

oder Bükfürdö

(in Reichweite von Fertöd).

Ferienhäuser und Ferienwohnungen auch bei



Europacamponline - die besten Campingplätze, die grösste Auswahlt!


Sie sind hier: Startseite > Hauptmenü > Geschichte&Kultur > Burgen&Schlösser > Fertöd

Stätten der Geschichte und Kultur in Ungarn - Burgen & Schlösser

Das Schloss Esterháza in Fertöd

- Fertöd
- Unterkunft
- Das Schloss
- Verkehrsanbindung
- Sehenswertes & Freizeit

Fertöd

Fertöd ist eine kleine Ortschaft (ca. 3400 Einwohner) im Norden der Region Westtransdanubien, rund 25 km östlich von Sopron. Bekannt ist Fertöd für sein Rokoko-Schloss.

Schloss Esterháza: Ehrenhof
Schloss Esterháza: Ehrenhof

Unterkunft, Zimmer: Hotels, Pensionen, Apartments u.ä. in Sopron (rund 20 km von Fertöd)

Top-Angebote! Buchen Sie gleich hier bei meinen Partnern!
Klicken Sie auf ein Logo und sehen Sie sich die Angebote an.
Hinweis HRS.de: Deeplinking auf Sopron ist momentan leider nicht möglich. Klicken Sie auf das Logo und tragen Sie auf der neuen Seite unter Reiseziel Sopron ein.

     

Schloss Esterháza

Kurze Geschichte
Ungarns größtes und schönstes Schloss im Stil des Rokoko.
Kern der Anlage bildete das 1720 von Fürst József Esterházy erbaute Jagdschloss Süttör. Das heutige Schloss ließ dann Fürst Miklós Esterházy zwischen 1760 und 1767 nach dem Vorbild von Versailles errichten. Der Architekt ist bis heute nicht gesichert. Der Generalplan wurde 1761/1762 vermutlich von Melchior Hefele erstellt. Ihm gelang mit Schloss Esterháza das einzige bedeutende Bauwerk des Rokoko in Ungarn.
Bei seiner Fertigstellung hatte das Schloss 126 Gemächer, eine Oper, eine Eremitage, zwei Tempel (Diana und Venus gewidmet), ein chinesisches Tanzhaus, ein Puppentheater sowie einen 250 ha großen Garten im französischen Stil.
Seine Glanzzeit erlebte das Schloss zwischen 1768-1790. Die glanzvollen Feste und das Musikleben genossen europaweit Ruhm. Als Hofkapellmeister der Esterházy wirkte hier fast zwei Jahrzehnte lang - von 1769 bis 1790 - Joseph Haydn. Im Jahre 1773 besuchte Maria Theresia das Schloss.
Nach dem Tod 1790 von Fürst Miklós Esterházy löste sein Sohn Fürst Anton die Prunkvolle Hofhaltung, das Orchester und das Opernensemble auf und übersiedelte nach Eisenstadt. Schloss Esterházy versank in einen Dornröschenschlaf: das Opernhaus, Theater, die Pavillons, Eremitage, Gartenlaube und zahlreiche Nebengebäude wurden zerstört oder zu Wirtschaftszwecken genutzt. Im 19. Jahrhundert diente der Palast als Stallung. Im zweiten Weltkrieg wurde er stark beschädigt und als Krankenhaus genutzt. Um 1950 wurde mit den Restaurierungsarbeiten begonnen. Inzwischen erstrahlt das Schloss in Teilen wieder in seiner alten Pracht. Die Restaurierungsarbeiten sind aber noch nicht abgeschlossen.
Das Schloss wird jährlich von tausenden Touristen - 60.000 allein aus dem Ausland - besucht. Es ist heute zu einem Musikzentrum herangewachsen. Von Juni bis September werden wöchentlich im Schmucksaal klassische Konzerte unter Mitwirkung bekannter Künstler aus dem In- und Ausland aufgeführt.
Seit einigen Jahren werden auch zeitgetreu kostümierte Opern unter dem Sammelbegriff „Lustbarkeiten des Barocks in Ungarn” aufgeführt. Ein Feuerwerk – wie einst – schließt das Fest ab.

Beschreibung
Den von halbkreisförmigen Flügeln umschlossene Ehrenhof betritt man durch ein kunstvolles Rokokotor.

Schloss Esterháza: Prunktor am Eingang zum Ehrenhof
Schloss Esterháza: Prunktor am Eingang zum Ehrenhof

Die Mitte des Ehrenhofes ziert ein Delphinbrunnen, die Schlossfassade eine elegante Prunktreppe.

Schloss Esterháza: Fassade mit Prunktreppe und Delphinbrunnen (li) bzw. Fassade mit Prunktreppe (re)
Schloss Esterháza: Delphinbrunnen nebst Schlossfassade mit Prunktreppe  Schloss Esterháza: Delphinbrunnen nebst Schlossfassade mit Prunktreppe

Die prunkvollsten Räume, meist in Weiß-Gold gehalten und mit Originalmöbeln und -öfen ausgestattet, liegen im Mittelteil. Hier befinden sich der Chinesische und der Grüne Salon, das Maria-Theresia-Zimmer sowie der Festsaal mit Deckenfresko und allegorischen Figuren der vier Jahreszeiten (heute Musiksaal). Die anschließenden Räume beherbergen das Joseph-Haydn Museum.

Spiegelsaal (li) und Haydn-Zimmer (re)
Schloss Esterháza: Spiegelsaal   Schloss Esterháza: Haydn-Zimmer

Rokoko-Zimmer
Schloss Esterháza: Rokoko-Zimmer

An der Gartenfront des Schlosses prangt das fürstliche Wappen der Esterházy. Gegenüber vom Haupteingang zum Ehrenhof stehen Arkadengebäude - die ehemaligen Grenadier-Häuser der Leibwache. Im Musikerhaus an der Straße nach Fertöszéplak bewohnte Joseph Haydn von 1766 bis 1790 die Eckräume im Obergeschoss. Es ist heute Museum.

Fassade gegen Garten
Schloss Esterháza: Fassade gegen Garten

Joseph Haydn
Joseph Haydn (1732-1809) war von 1769 bis 1790 Hofkomponist von Fürst Miklós Esterházy. Mit der Hofkapelle folgte er dem Fürsten bei dessen Aufenthalt in seinen drei Schlössern in Wien, Eisenstadt und Fertöd. Im Winter weilte der Fürst vorwiegend in Eisenstadt; die Sommermonate verbrachte er meistens in Fertöd. Hier, im Konzertsaal des Schlosses in Fertöd, wurde 1772 Haydns sog. „Abschiedssymphonie“ uraufgeführt!

Verkehrsanbindung

Das Schloss liegt in Fertöd an der parallel zur Hauptstraße 85 verlaufenden Landesstraße zwischen Sopron und Fertöendröd und ist mit dem Auto über diese Straße gut erreichbar. Fährt man die Landeshauptstraße 85 und zweigt erst bei Fertöd davon ab, ist es u. U. etwas problematisch, das Schloss zu finden, da es nicht ausgeschildert ist (!).

Sehenswertes und Freizeitgestaltung in der Umgebung

  • Györ (ca. 55 km), eine der schönsten barocken Städte Ungarns.
  • Köszeg: Malerisches, mittelalterliches Burgstädtchen an der österreichischen Grenze (ca. 40 km). Burg, Bürgerhäuser und Kirchen aus der Zeit der Gotik, Renaissance und dem Barock.
  • Sopron: Denkmalgeschützte Altstadt mit prächtiger gotischer - Sopron besitzt die meisten gotischen Baudenkmäler Ungarns - und frühbarocker Bausubstanz (ca. 20 km). Ortsteil Bánfalva: Gotische Dorfkirche Maria Magdalena im alten Friedhof. Im Inneren Fresken aus dem 13. und 15. Jahrhundert.
  • Nagycenk mit Széchenyi-Schloss und -Mausoleum sowie neoromanischer Pfarrkirche (ca. 10 km).
  • Fertöszéplak: barocke Allerheiligenkirche mit Kalvarienberg, Burg Széchenyi und Freilichtmuseum.
    (ca. 10 km).
  • Sopronhorpács: Dorfkirche mit prächtigem Stufenportal (ca. 25 km).
  • Balf: stimmungsvoller Kurort mit u.a. Badekapelle und Dorfkirche (ca. 12 km).
  • Hidegség: romanisch-gotische Dorfkirche (7 km).
  • Szombathely: Handels- und Industriestadt (ca. 60 km). Dom, Bischofspalais, Ruinengarten mit Ruinen aus der Römerzeit, Museen, Shoppen.
  • Die Heil- und Freibäder in Bük und Sárvár.

    Zum Seitenanfang.

    Aktualisiert am 17.10.2016