Zauberhaftes Ungarn - Reise durch Ungarn, seine Kultur und Geschichte
Lage von Monok in Ungarn
 

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Stätten der Geschichte und Kultur in Ungarn - Historische Stätten

Das Kossuth Geburtshaus in Monok

- Monok
- Verkehrsanbindung
- Geburtshaus
- Schloss
- Umgebung, Sehenswertes

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Monok

Die Gemeinde Monok (rund 1500 Einwohner) liegt in pastoraler Umgebung in der Region Nordungarn etwa 40 km östlich der Großstadt Miskolc. Monok ist zweifelsohne ein Teil der ungarischen Geschichte: hier wurde 1802 der Revolutionsführer Kossuth Lajos geboren. Sein Geburtshaus ist heute museal zugänglich.
Koordinaten: N 48° 12' 39.96'', E 21° 8' 59.21''. GPS: N 48.2111°, E 21.14978°

Verkehrsanbindung

Monok liegt etwas abseits des Fernverkehrs an der kleinen Landesstraße zwischen Szerencs und Abaújszánto-Tállya. An das Schienennetz ist es nicht angebunden. Linienbusse verkehren mit den umliegenden Städten und Ortschaften.

Das Geburtshaus des Revolutionsführers Lajos Kossuth

GPS: N 48.2100000648, E 21.1518313566

Monok: Geburtshaus und Denkmal Lajos Kossuth
Monok: Geburtshaus Lajos Kossuth, Straßenseite  Monok: Denkmal Lajos Kossuth

Lajos Kossuth - Lebenslauf

Lajos Kossuth wurde am 19. September 1802 als Sohn einer verarmten Familie aus dem ungarischen Kleinadel geboren. Der Vater war Jurist. Auch der junge Lajos entschied sich für diese Laufbahn. Nach Studium in Sárospatak arbeitete er zwischen 1824 bis 1832 als Rechtsanwalt im benachbarten Sátoraljaújhely. Sensibilisiert durch die Rückständigkeit der damaligen Ungarischen Gesellschaft, wurde Lajos Kossuths politisches Interesse schon früh geweckt, und in der Zeit von 1825 bis 1836 vertrat er nationalliberale Abgeordnete im ungarischen Landtag zu Pressburg. In dieser Vertreterrolle hatte er zwar kein Stimmrecht, musste seine Auftraggeber jedoch laufend über die Verhandlungen informieren. Weil er seine Berichte vervielfältigte, wurde Kossuth wegen Hochverrats vom Wiener Hof - damals federführend unter dem Fürsten Metternich - angeklagt und 1839 zu vier Jahren Haft verurteilt. Bereits 1840 wurde er im Zuge des durch die internationale Lage erzwungenen Wiener Tauwetters begnadigt.
Zu diesem Zeitpunkt war die ungarische Reformbewegung bereits erstarkt. Eine zentrale Rolle in dieser Bewegung übernahm Lajos Kossuth mit seiner am 2. Januar 1841 gegründeten nationalliberalen Zeitung Pesti Hírlap. Damit wurde er zur führenden Gestalt der Oppositionsbewegung und er wurde zum erklärten Widersacher des gemäßigten Reformpolitikers István Széchenyi, der eine Umgestaltung Ungarns nur in Einvernehmen mit dem Wiener Hof anstrebte und der Kossuth den Vorwurf machte, Ungarn in die Revolution zu treiben.
Trotz seiner führenden Rolle und Persönlichkeit gelang es Kossuth in den folgenden Jahren nicht, die Opposition zu einigen. Widerstand kam vor allem vom verarmten Kleinadel, der auf das Privileg der Steuerfreiheit beharrte. 1847 gelang zwar die Gründung einer Konservativen Partei; das im Juni 1847 verabschiedete Parteiprogramm war dem linken Flügel unter Führung des Dichters Sándor Petöfi aber nicht radikal genug; der Flügel verließ daher die Konservative Partei und forderte die revolutionäre Umgestaltung Ungarns.
Es bedurfte der internationalen Hilfe in Gestalt der französischen Februarevolution 1848 und der sich anschließenden Märzrevolution in Wien, um die Konservativen Ungarns zu einigen. Bereits am 3. März hatte Kossuth in einer Rede auf dem Landtag die Schaffung einer Konstitution verlangt. Am 13. März brach die Revolution in Wien aus. Der Kaiser versprach eine Umwandlung zur konstitutionellen Monarchie. Am 15. März griff die Revolution mit der Formulierung der von den jungen revolutionären Intellektuellen unter Führung von Sándor Petöfi verfassten Zwölf Punkte auf Pest über. Die wichtigste außenpolitische Forderung war die nationale Selbständigkeit. Am 17. März entsandte der Landtag ein Delegation nach Wien; sie konnte dort die erste eigenständige ungarische Regierung unter dem liberalen Ministerpräsidenten Graf Lajos Batthyány durchsetzen. In dieser Regierung wurde Lajos Kossuth Finanzminister und Vorsitzender des Verteidigungsausschusses. U.a. baute er mit finanzieller Genehmigung des Landtags ein ungarisches Heer zur Landesverteidigung auf.
Im Herbst 1848 hatten sich die Verhältnisse in Westeuropa wieder stabilisiert; das wiederum ermutigte den Wiener Hof, die Unterwerfung Ungarns mit Gewalt zu erzwingen. Ein Vorwand war die finanziellen Maßnahmen zum Aufbau eines ungarischen Heers. Um ein militärisches Eingreifen Wiens zu vermeiden, war das Kabinett Batthyány zur Einlenkung bereit; seine Bestrebungen in dieser Hinsicht scheiterten aber an Kossuth, der sich mit seiner Forderung nach weiteren Maßnahmen zu Verteidigung Ungarns durchsetzen konnte. Das Ministerium Batthyány trat darauf am 10. September 1848 zurück.
In den folgenden Monaten kam es zu wiederholten Auseinandersetzungen zwischen kaiserlichen und Ungarischen Streitkräften mit wechselnden Erfolgen. Gleichzeitig radikalisierten sich Kossuths Forderungen. Im Winter 1848/49 konnten die kaiserlichen Truppen mehrere Erfolge verbuchen, in Folge dessen der ungarische Landtag seinen Sitz nach Debrecen verlegen musste. Am 7. März versuchte Kaiser Franz I mittels einer einseitig von ihm verfassten Verfassung Ungarn als Kronland einzuverleiben. Kossuth rief denn Unabhängigkeitskampf Ungarn aus und nach Erfolgen der ungarischen Armee ließ er am 14. April in Debrecen die Unabhängigkeit Ungarns ausrufen. Kossuth wurde zum Reichsverweser ernannt und mit diktatorischen Vollmachten ausgestattet. Der ungarische Landtag tage unter seinem Vorsitz in der großen Reformierten Kirche.
Die ungarische Armee erhielt zwar Zustrom auch aus dem Ausland aber gleichzeitig erhielt Habsburg Unterstützung seitens russischer Truppen. Mitte 1849 standen etwa 150 000 ungarische Soldaten einer Übermacht aus 200 000 russischen und 170 000 kaiserlichen Soldaten gegenüber. Am 13. August 1849 kapitulierten die ungarischen Truppen bei Világos. Ungarn wurde wieder unter österreichische Oberhoheit gestellt. Kossuth ging ins Exil in die Türkei.
1852 weilte Kossuth in den USA und England, wo er ein Exilkabinett gründete und Guiseppe Mazzini kennen lernte, einen der Führenden des revolutionären Flügels der italienischen Einigungsbewegung. Mit Mazzini ging Kossuth nach Italien, wo er seinen Kampf für Ungarns Unabhängigkeit insofern fortsetzte, indem er ein ungarische Truppe unter Garibaldis Unabhängigkeitskampf gegen Österreich aufstellte.
Nach dem Ausgleich Österreich-Ungarn 1867 wurde Kossuth zwar amnestiert, er verblieb aber in Italien und starb in Turin am 20. März 1894 im Alter von 91 Jahren. Bis zuletzt lebte er in Worten und Taten seinen Traum von einem unabhängigen Ungarn. Nach seinem Tod ließ Kaiser Franz Joseph I. den Leichnam nach Budapest überführen, wo Kossuth unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Kerepesi Friedhof beigesetzt wurde.

Lajos Kossuth gilt bis heute als ungarischer Nationalheld. Er ist der beliebteste Ungar und genießt eine nahezu kultisch anmutende Verehrung. Es gibt in Ungarn nahezu keine Stadt und keinen Ort ohne eine nach Kossuth benannten Straße; zahlreiche Städte und Ortschaften - nachfolgend eine Auswahl - haben Lajos Kossuth ein Denkmal gesetzt.

  • Budapest
  • Debrecen
  • Pécs
  • Szeged
  • Cegléd

    Schloss Andrássy

    Das 1620-1625 im Stil des Barocks errichtete, 1760-1780 um ein Stockwerk und einen Flügel erweiterte ehemalige Schloss Andrássy dient heute als Schule.

    Monok: ehem. Schloss Andrássy
    Monok: Ehemaliges Schloss Andrássy   Monok: Schlosskapelle

    Sehenswertes in der Umgebung

  • Die Burg Rákóczi und die Reformierte Kirche in Szerencs (ca. 10 km), LB (direkt).
  • Das Burgschloss in Sárospatak (ca. 60 km, LB (1x U)) und auf dem Weg dorthin die griechisch-katholische Dorfkirche in Tolcsva (ca. 35 km, LB (1x U)).
  • Die mächtige Burgruine bei Boldogköváralja (ca. 20 km), LB (2x U). Der Bus fährt nicht bis hinauf zur Burg. Die letzten Meter muss man zu Fuß zurücklegen.
  • Die historische Kirche der Reformierten in Vizsoly (ca. 22 km), LB (2x U).
  • Der Weinort und die historische Weinregion Tokaj (ca. 30 km), LB (1x U).
  • Die drittgrößte Stadt Ungarns Miskolc (ca. 45 km) mit bedeutender Geschichte und Kultur (Architektur, Denkmäler, Museen, mächtige Burgruine); LB (1x U).

    Aktualisiert am 18.10.2016

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