Zauberhaftes Ungarn - Reise durch Ungarn, seine Kultur und Geschichte
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Stätten der Geschichte und Kultur in Ungarn - Burgen & Schlösser

- Visegrád
- Verkehrsanbindung
- Geschichte
- Befestigungsanlagen
- Sehenswertes & Freizeit
- Unterkunft

Visegrád

Historische Kleinstadt (1650 Einwohner) rund 40 km nördlich von Budapest. Ihre historische Bedeutung schöpft sie aus ihren Befestigungsanlagen. Die Stadt ist auch Namensgeber der sog. Visegrád-Staaten, ein Bündnis der Staaten Ungarn, Slowakei, Tschechien und Polen, ursprünglich gegründet (1991) mit dem Ziel, die Mitgliedschaft in der EU und NATO zu erlangen. Inzwischen ist das Ziel, durch regelmäßige Konsultationen u.a. auf höchster politischer Ebene das Gewicht im Rahmen der EU und der NATO zu stärken sowie Initiativen zur regionalen Kooperation in Mittel- und Südosteuropa zu ergreifen.
Visegrád ist auch, Dank seiner Lage am Donauknie, eine der naturschönsten Gegenden Ungarns, und daher ein beliebtes Ziel für den Tourismus. Die Stadt bietet zudem einen Erholungspark mit Kulturhaus, ein Thermalbad- und Erlebnisbad, eine Bobbahn sowie malerische Spazier- und Wanderwege.

Visegrád: Obere Burg mit Salomonturm (li)
Visegrád: Obere Burg mit Salomonturm

Verkehrsanbindung

Visegrád liegt an der Hauptstraße 11 von Budapest nach Tát (hier mündet sie in die Landeshauptstraße 10 aus Budapest). Linienbusse verkehren direkt mit Budapest (Újpest). An das Schienennetz besteht keine Anbindung. Allerdings kann man Visegrád von Budapest aus per Schiff ansteuern

Kurze Geschichte

Hier, am rechten Ufer der Donau, verlief der römische Limes. Auf dem Sibrik-Hügel etwas nördlich der heutigen Burg errichteten die Römer im 4. Jh. das Kastell Pone Navata. Es wurde während der Völkerwanderung zwar verwüstet, aber dennoch bis ins 8. Jh. von slawischen Siedlern bewohnt. Sie gaben der Festung den Namen Visegrád (hohe Burg). Nach der Vertreibung durch die landnehmenden Magyaren, erhob König Stephan I Visegrád zum Komitatssitz und ließ 1009 die erste Kirche hier errichten.
Nach dem Mongolensturm 1241/42 errichtete König Béla IV um 1241 eine Burg (Alsó vár; Untere Burg) und später, um 1247, auf dem Hügel südlich der Ruinen des römischen Kastells, eine Zitadelle (Fellegvár; Obere Burg). Um 1325 begann König Karl Robert I aus dem Hause Anjou am Berghang mit dem Bau eines gotischen Königspalasts.
Nahezu 200 Jahre lang wurde Visegrád zur zweiten Hauptstadt Ungarns. Ihre wahre Blütezeit erlebte die Stadt aber im 15. Jahrhundert unter dem Renaissance-König Matthias Corvinus. Er ließ den Königspalast von italienischen Architekten im Stil der Renaissance ausbauen. Dieser Königspalast wurde europaweit bekannt und zu einem europäischen Kulturzentrum.
Während der Türkenherrschaft wurde der Palast zerstört und im Jahr 1702 sprengten die Habsburger die Obere Burg. Erst in den 1930er Jahren wurden die Ruinen des Königspalasts bei Ausgrabungen wieder entdeckt und zum Teil freigelegt.

Die Befestigungsanlagen

Die Befestigungsanlagen in Visegrád (sie waren zum Zeitpunkt meines Besuchs leider geschlossen) umfassen die oben auf einem Felsen über der Siedlung gelegene Obere Burg, die nördlich davon am Fuße des Felsen liegende Untere Burg und den südlich davon, an der Donau gelegenen Königspalast.
  • Untere Burg (Alsó vár)
    Kern der Unteren Burg bildet der mächtige, sechseckige, fünfstöckige und 31 m hohe Salomonturm mit seinen bis zu 8 m dicken Mauern. König Béla IV (1206-70) ließ ihn nach dem Mongolensturm um 1241 errichten. Heute können hier viele Ausgrabungsstücke aus dem Königspalast besichtigt werden. Von hier führt der sog. Felleg-Pfad hinauf zur 350 m hoch gelegenen ehemaligen Zitadelle, der Oberen Burg.
  • Obere Burg (Fellegvár)
    Die Obere Burg wurde wahrscheinlich um 1251, also bald nach dem Bau der Unteren Burg, errichtet. Sie erhielt die Form einer Zitadelle mit einem dreieckigen Grundriss auf fünf Terassen und drei Ecktürmen. König Karl I Robert (1288-1342) aus dem Hause Anjou verlegte um 1320 seinen Hof nach Visegrád und ließ in diesem Zusammenhang das Schloss im Burginneren erneuern und ausbauen. Er ließ auch am Donauufer südwestlich der Oberen Burg einen Königspalast erbauen.
    In der Burg wurden zeitlang auch die ungarischen Königsinsignien und die polnischen Kronjuwelen aufbewahrt.
    Fast alle Gebäude der Oberen Burg konnten schrittweise renoviert und können besichtigt werden.

    Obere Burg und Königspalast
    Visegrád: Obere Burg und Königspalast

  • Königspalast
    Im Königspalast fand 1335 der sog. Visegráder Kongress statt; bei diesem Gipfeltreffen der Könige von Ungarn, Böhmen und Polen wurde eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Handel und Politik vereinbart. Karl Roberts Sohn, König Ludwig der Große (1326-82) verlegte den Hof zwar nach Buda, behielt den Visegráder Palast aber als Sommerresidenz und ließ ihn dazu ausbauen. Auch die nachfolgenden ungarischen Könige betrachteten den Visegráder Palast bis Ende des 15. Jahrhunderts als offizielle Residenz Ungarns und kümmerten sich entsprechend um seine Pflege und seinen Ausbau. Nach einem Brand 1410 ließ König Sigismund (1368-1437) den Palast wieder herstellen und erweitern.
    Seine wahre Blüte erlebte der Palast dann während der Regierungszeit von König Matthias Corvinus (1443-90). Zwischen 1474 und 1484 ließ er den Palast zunächst im spätgotischen Stil erneuern und dann von italienischen Baumeistern zu einer prunkvollen Renaissanceanlage erweitern.
    Der im damaligen Europa einzigartige, in vier Terrassen angelegte Renaissancepalast ist heute eine Ruine. Nur wenige der ehemals 350 Räume wurden zum Teil wieder rekonstruiert.
    - Auf der zweiten Terrasse liegt der Ehrenhof mit dem restaurierten Herkulesbrunnen im Stile der Renaissance. In den Ehrenhof gelangt man durch einen Kreuzgang, eines der schönsten Beispiele spätgotischer Baukunst in Ungarn.
    - Auf der dritten Terrasse liegt die gotische Burgkapelle aus dem 14. Jahrhundert.
    - Auf der vierten Terrasse liegen Reste eines Kalt- und Warmwasserbades. Im Garten steht die Kopie des Löwenbrunnens mit seinem roten Marmor.
    In Folge der Türkenbesatzung (siehe nachfolgend) wurde der Königspalast vollständig zerstört und die Ruinen vollständig unter Erde begraben. Die archäologischen Ausgrabungen begannen 1934; sie dauern bis heute noch an. Freigelegte und rekonstruierte Anlagen können besichtigt werden.

    Königspalast, Gartenanlage
    Visegrád: Königspalast, Gartenanlage

  • Die Türkenzeit
    Während der Türkenzeit (1526-1686) wechselten die Befestigungsanlagen mehrmals den Besitzer. Nach ihrem Sieg bei Mohács 1526 wurde die Obere Burg 1529 von den Türken erobert. Bereits 1530 gelangte sie aber in den Besitz von König Johann Zápolya, der sie 1540 wiederum an seinen Widersacher, Ferdinand von Habsburg, abtreten musste. Bereits 1543 konnten die Türken die Burg wieder einnehmen und bis 1594 halten, als die Habsburger sie zurückeroberten. 1605 wurde die Burg erneut von den Türken erfolgreich belagert und erstürmt. Diesmal blieb sie bis 1684 in ihrem Besitz, als es Karl von Lothringen gelang, sie zu vertreiben. Doch bereits 1685 eroberten die Türken die Burg zurück. Sie war aber zu diesem Zeitpunkt bereits in einem sehr schlechten Zustand und nach dem Fall Budas 1686 wurde auch die Visegráder Burg von den Türken geräumt. 1702 ließen die Habsburger dann die verbleibenden Mauerreste sprengen.

    Sehenswertes und Freizeitgestaltung in und um Visegrád

  • Visegrád: Römisch-katholische Kirche St. Johannes der Täufer (barock, 18. Jh); Erholungspark mit Kulturhaus sowie weiteren Bauten von Imre Makovecz; Thermalbad- und Erlebnisbad 'Lepence'; Bobbahn; Spazier- und Wanderwege.

    Röm.-kath. Kirche von Visegrád
    Visegrád: röm.-kath. Kirche
  • Nationalpark Donau-Eipel.
  • Die geschichtsträchtige Stadt Esztergom (ca. 25 km). Im 19. Jahrhundert wurde Esztergom mit spätbarocken und neoklassizistischen Bauwerken umfassend restauriert und ist heute ein vielbesuchtes Kunstzentrum von internationalem Rang; hier außerdem die Aquainsel Esztergom: das neu erbaute Wellness-Erlebnisbad auf einer Insel in der Donau bietet unbegrenzten Badespaß für Jung und Alt, LB.
  • Die Donaumetropole und ungarische Hauptstadt Budapest (ca. 45 km, LB); auf dem Weg dorthin das barocke Städtchen Szentendre (ca. 25 km) mit seinem Balkanflair, seiner Kunstszene und seinem Freilichtmuseum, LB.
  • Links der Donau (mit der Fähre bei Visegrád übersetzen): die barocke Pfarrkirche mit ihrem prächtigen Hochaltar in Márianosztra (ca. 20 km).
    LB=Verbindung mit Linienbus.

    Unterkunft

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    Aktualisiert am 27.10.2016