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Der Nationalpark Donau-Drau

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Region und Nationalpark Donau-Drau (Duna-Dráva Nemzeti park)

- Lage und kurze Beschreibung
- Sehenswertes
- Lehrpfade
- Wandertouren
- Umgebung: Sehenswertes
- Unterkunft


Lage und kurze Beschreibung
Der 495 qkm große Nationalpark Donau-Drau in Süd-Transdanubien erstreckt sich von der Gegend östlich der Stadt Szekszárd bis zur Grenze zu Kroatien. Begrenzt wird er im Osten von der Donau und im Süden von der Drau. Den nördlichen Teil des Parks bildet der Gemencer Wald mit seinen toten Flussarmen, Teichen und Sumpfseen und seinem Refugium für Rotwild, Wildschweine, Spechte, Schwarzstörche und Reiher. Der südliche Teil des Parks ist ein Überschwemmungsgebiet. Mit Wacholderhainen und Wiesen ist es ein Paradies für Rotwild, Biber und Vögel wie Fischadler und Schwarzstorch.
Die Direktion des Nationalparks hat über den Park umfangreiches Informationsmaterial einschließlich Landkarten entwickelt. Nach vorheriger Anmeldung kann Besuchergruppen eine Fachführung zur Verfügung gestellt werden. Es bedarf jedoch einer Genehmigung seitens der Direktion, um in den geschützten Gebieten mit dem Fahrrad zu fahren, zu reiten, zu campen bzw. Wassersport zu betreiben. In den Lehrzentren von Pécs und Drávatamási werden nach vorheriger Anmeldung Gruppen empfangen, die hier in Seminarräumen und in der Natur zu theoretischen und praktischen Themen wertvolle Informationen erhalten.
Direktion des Nationalparks Donau–Drau / Duna–Dráva Nemzeti Park Igazgatóság
7625 Pécs, Tettye tér 9.
Telefon: (0036) 72-517-200 und 72-517-222
E-Mail: ddnp.igazg@ktm

Sehenswertes
  • Gemencer Wald
    Der Gemencer Wald ist ein 180 qkm großer Auwald. Das heute von Deichen geschützte, frühere Überschwemmungsgebiet mit seinen Pappeln, toten Flussarmen, Teichen und Sumpfseen ist ein Refugium für Rotwild, Wildschweine, Spechte, Schwarzstörche und Reiher. Das Jagen ist nur noch in bestimmten Bereichen erlaubt.
    Der Haupteingang zum Wald liegt in Bárányfok rund 5 km östlich von Szekszárd. Angeboten werden Kutschenfahrten. Im benachbarten Waldmuseum kann man sich mit Hilfe von Dias, zeitgenössischen Fotografien und Gebrauchsgegenständen über die natürlichen und kulturhistorischen Werte des Waldes informieren.
    Schmalspurbahn
    Die Strecke verläuft zwischen den Ortschaften Pörböly und Bárányfok. Die Züge verkehren täglich von Mai bis Oktober. Es empfiehlt sich, die Abfahrtzeiten bei Tourinform in Szekszárd oder am Bahnhof in Pörböly vor Antritt der Fahrt zu überprüfen. Die kurze Fahrt entlang den Windungen und Schleifen der toten Wasserarme der Donau lohnt sich allemal.

  • Heilhöhle in Abaliget
    Die Höhle ist mit 1,3 km Länge die längste öffentlich zugängliche Höhle der Region Süd-Transdanubien. Begehbar sind allerdings nur 450 Meter.
    Sie ist wegen ihrer durch die Erosionskraft des Wassers entstandenen Formenvielfalt für Touristen aber wegen ihres Höhlenklimas als Heilgrotte für Personen mit Erkrankungen der Atemwege einschließlich allergischem Asthma interessant. Am Eingang zur Höhle können sich die Besucher während des ganzen Jahres in u.a. deutscher Sprache mit der Entstehung dieser Karstformen und mit den Besonderheiten der Höhlen vertraut machen.
    Die Höhle ist ganzjährig geöffnet: April-September 9-18 Uhr, sonst 10-15 Uhr.

    Abaliget: Höhle (li) bzw. Teich (re)
    Höhle in Abaliget, Eingang  See in Abaliget

  • Fledermausmuseum in Abaliget
    Dieses Museum informiert über die Fledermausforschung, die wichtigsten Aufenthaltsorte dieser Tiere und die Routen ihrer Streifzüge.

  • Historische Gedenkstätte Mohács / Mohácsi Történelmi Emlékhely in Sátorhely
    Die 1976 zum 450. Jahrestag der Schlacht bei Mohács eröffnete Gedenkstätte liegt westlich der Hauptstraße 56 bei Sátorhely rund 6 km südwestlich von Mohács. An die 15 000 Gefallenen erinnern, über einem erst Anfang der 1970er Jahre entdeckten Massengrab verstreut, rund 120 Holzpfähle, die Formen altungarischer Grabhölzer mit türkisch-asiatischen Motiven verbinden.
    Öffnungszeiten: April-Oktober täglich. November-März geschlossen.

  • "Große Wiese" und das Museum "Weißer Storch" in Kölked
    Die Ortschaft Kölked liegt rund 5 km südlich von Mohács. Die nahe dieser Ortschaft gelegene Große Wiese ist eine der größten Weiden Ungarns in einem Überschwemmungsgebiet. Die Wiese kann man mit dem Schiff von Mohács erreichen. Im Rahmen einer Führung wird die Flora und Fauna des Überschwemmungsgebiets vorgestellt. Im Museum erhält der Besucher Einblicke in die einstigen Wirtschafts- und Lebensformen dieser Gegend.

  • Der Präsentationsraum Taplós-Gógai/Taplós-Gógai Bemutató Övezet in Bogyiszló
    Hier kann man jene Menschen treffen und mit ihnen sprechen, die noch traditionelle Handwerksberufe der Überschwemmungsgebiete - Fischerei, Bienenzucht, Obstanbau usw. - ausüben. Zudem kann man weidende Graurinder und Zackelschafe sowie Federvieh aus nächster Nähe beobachten.
    Öffnungszeiten: für Gruppen nach vorheriger Anmeldung; Tel.: 0036-(0)72-517 200

  • Arboretum 'Pintér Garten' in Pécs
    In dem seit 1997 unter Naturschutz stehendem 2 ha großen Arboretum leben neben den für die Region typischen Gewächsen - im Garten reichlich vertreten ist als charakteristischer Baum der Karstwälder die Flaumeiche - zahlreiche Raritäten, hierzulande nicht autochthone Nadel- und Laubbäume sowie Sträucher, wie zum Beispiel eine der größten Arisona-Zypressen Mitteleuropas. Zu den mediterranen Floraelementen gehören die Lorbeerblättrige Zitrose, der Judasbaum, der Feigenbaum und der Granatapfelbaum. Im Mai ist vor allem die Päoniensammlung des Gartens beeindruckend.

  • Besucherzentrum "Dráva kapú" in Drávaszentes
    Drávaszentes liegt rund 5 km nordwestlich von Barcs. Im neuen Besucherzentrum des Nationalparks warten u. a. ein Vorführraum für 80 Personen und weitere Räumlichkeiten (für Konferenzen etc.) sowie der 13 Meter hohe Turm für Ornithologen auf die Interessenten. Im Vorführraum werden die Besucher über die geografischen, hydrologischen, und natürlichen Gegebenheiten der Drau anhand von Videos und Dias informiert.
    Hier beginnt auch ein 3 km langer Lehrpfad, auf dem man die "Frischen Wiesen" mit seinen hier lebenden Graurindern näher kennen lernt.
    Auf dem Bauernhof neben dem Besucherzentrum werden ungarische Zackelschafe, Esel, Hucul-Ponnies und Mangalica-Schweine gehalten.
    Kontaktdaten: in 7570 Barcs-Drávaszentes, Fö u. 1. Telefon: 0036-82/461-285, 0036-30/474-3591

  • Naturkundliches Schulungszentrum in Drávatamási
    Drávatmási liegt an der Drau rund 5 km östlich von Barcs. Im Schulungszentrum werden verschiedene Aktiviäten angeboten, im Rahmen deren man Antwort auf Fragen erhält wie: ist reines Wasser auch wirklich rein? Woher kommt die Drau und wohin fließt sie? Wie sehen die Wälder im Überschwemmungsgebiet aus? Außerdem werden Schifffahrten, Sommerferienlager sowie Wander- und Radtouren zum nahe gelegenen Wachholderhain und in das Gebiet "Ormánság" angeboten. Öffnungszeiten: Nach vorheriger Anmeldung (Tel.: 82/461-383)

    Lehrpfade
  • Lehrpfad "Malomtelelö"
    Zunächst fährt man mit der Schmalspurbahn von Pörböly nach Malomteleö. Dort beginnt der eigentliche 1,5 km lange Lehrpfad. Auf diesem Lehrpfad erfährt man fast alles über die Flussbettveränderungen der Donau, über die Schiffsmühlen und über die Forstwirtschaft.

  • Lehrpfad "Bárányfok"
    Der angenehm begehbare Lehrpfad vermittelt einen Einblick in die Waldgemeinschaften der tiefer und höher gelegenen Überschwemmungsgebiete, in die Tier- und Pflanzenwelt der Wasserlebensräume, in die Bewirtschaftungsformen aus Vergangenheit und Gegenwart und auch in die Belange des Naturschutzes auf dem Gebiet des Nationalparks gewinnen.

  • Lehrpfad "Holt-Duna" bei Pörböly
    Der Lehrpfad beginnt beim Dammwächterhaus in Pörböly (rund 1 km vom Bahnhof der Schmalspurbahn entfernt). Er führt zu einem der streng geschützen Altwässer der Donau. Die Informationstafeln informieren über die Entwicklung, die Flora und Fauna des Gemencer Waldes, das Leben der Menschen in der Region „Sárköz” und über die Naturschutz-Arbeit. Der Lehrpfad kann ohne Führung begangen werden.

  • Lehrpfad "Szeremlei-Holt-Duna" bei Baja
    Der 2 km lange, dem Inseldamm folgende Pfad auf der Pandúr Insel beginnt in Szeremle. Für eine Besichtigung benötigt man etwa zwei Stunden. Während der Wanderung kann man sich mit der Tier- und Pflanzenwelt der toten Donauarme vertraut machen

  • Lehrpfad "Wacholderhain" in Barcs
    Der im Waldpark von Darány angelegte 2 km lange Lehrpfad beginnt beim Autorastplatz der Landeshauptstraße 6 zwischen Darány und Barcs. Im Wachholderhain grast die Zackelschafherde des Nationalparks.

  • Lehrpfad "Elisabeth-Insel/Erzsébet-sziget" in Babócsa
    Beginnend am Bahnhof in Babócsa (rund 15 km nordwestlich von Barcs) folgt man der markierten Wanderroute und gelangt zuerst zum See neben dem Mérus-Wald. Hier kann man auf einem Beobachtungsturm die Vogelwelt dieses Gebietes studieren. Geht man weiter, so erreicht man die Informationstafeln der Drau-Insel "Elisabeth", auf der Flora und Fauna der Wälder im Überschwemmungsgebiet vorgestellt werden.

  • Drau
    Bei Vízvár und Heresznye (an der Landstraße von Babócsa nach Berzence) werden Bootsfahrten auf der Drau angeboten. Die Ablegeplätze können vom Zentrum der Ortschaften nach einer halbstündigen Wanderung erreicht werden. An beiden Plätzen sind Informationstafeln aufgestellt. In Vízvár stellen diese Tafeln die Tier- und Pflanzenwelt des Flusses Drau und der Wälder des Überschwemmungsgebietes vor. Am Lagerplatz von Heresznye werden die Besucher über die Naturwerte der charakteristischen Ufer der Drau informiert.

    Wandertouren (Informationen unter 0036-30/37734 04 oder 30/377 33 83)
  • Gemencer Wald
    Gruppen haben die Möglichkeit, das Überschwemmungsgebiet von Gemenc nach vorheriger Anmeldung in Begleitung eines Führers mit dem Fahrrad, der Pferdekutsche, der Schmalspurbahn, dem Kanu oder mit einem Schiff zu erkunden. Auf Wunsch können im Rahmen eines Picknicks auch Speisen probiert werden, die für diese Landschaft typisch sind.

  • Fototouren in Gemenc
    Für Profi- und Amateurfotografen stellt der Nationalpark fachkundige Führer und Fotohochstände zur Verfügung, auch ein Motorboot und ein Geländewagen können benutzt werden. Mit viel Ausdauer können so die tausend Gesichter von Gemenc verewigt werden.

  • Mit dem Fahrrad in den Überschwemmungsgebieten
    Radfahrer können die Gegend um Gemenc und Béda-Karapancsa auf einem ausgedehnten Straßennetz ohne motorisierten Verkehr erkunden. Die Dämme von Sió und Donau sowie die untergeordneten Straßen im Nationalpark eignen sich fast überall zum Radfahren. Bis Pörböly, Baja oder Szekszárd kann der Transport der Fahrräder mit der Bahn (auch mit der Schmalspurbahn im Gemencer Wald) erfolgen.

    Sehenswertes und Freizeit in der Umgebung
  • Pécs: Universitätsstadt und Kulturhauptstadt der UNESCO 2010. Reiche Kultur und mediterranes Flair am Fuße des Mecsek-Gebirges.
  • Harkány: Beliebtes Thermal- und Freibad.
  • Siklós: mächtige Burg mit sehenswertem Burgmuseum; berühmte Weingegend.
  • Máriagyüd: berühmte Wallfahrtskirche.
  • Villány: Dorf in Ungarns bedeutendster Weinregion; Bordeaux-artige Weine.
  • Die geschichtsträchtige Kleinstadt Mohács an der Donau mit sehenswerter Innenstadt. Etwa 6 km südlich liegt die Historische Gedenkstätte über die Schlacht bei Mohács 1526.
  • Szigetvár: Burg Zrínyi, eine der berühmtesten Burgen Ungarns.

    Unterkunft
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    Aktualisiert am 31.10.2016