Zauberhaftes Ungarn - Reise durch das Land, seine Kultur und Geschichte
Lage von Gyula in Ungarn
 

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Wappen von Gyula
Gyula

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Städte und Orte in Ungarn erleben

Gyula

... hat eine berühmte mittelalterliche Ziegelburg. Einem plumpen Kasten gleich thront sie im Stadtzentrum auf einer Wiese und ehrfurchtsvoll lauscht der Besucher ihrer Geschichte. An ihrer Ostflanke liegt malerisch ein Teich und, besonders an lauen Sommerabenden, ist man versucht, Hollywood die Regie zuzuschreiben. Aber Gyula ist vor allem ein Kurort. Im Thermalbad, gleichzeitig auch Freibad, tragen die Gäste ihre Leiber zur Schau. In der Innenstadt laden die vielen mit Blumenbeeten, Wasserfontänen und Denkmälern geschmückten Plätze und Parks zum Flanieren, die Konditoreien mit ihren leckeren Süßigkeiten zum Naschen ein. Gyula hat nur einen Fehler: es liegt ach so fern der deutsch(sprachig)en Heimat!

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Gyula


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  • Gyula
  • Verkehrsanbindung
  • Kurze Geschichte
  • Bevölkerung
  • Wirtschaft
  • Sehenswürdigkeiten
  • Bad
  • Essen & Trinken
  • Events
  • Berühmte Personen
  • Gesundheit, Kur & Wellness
  • Freizeit / Für Familien
  • Einkaufen
  • Rundwanderung I
  • Rundwanderung II
  • Gyulavári
  • Umgebung: Sehenswertes und Freizeit

    Gyula

    Die fern, nahe der rumänischen Grenze in der südlichen Großen Tiefebene von Ungarn - in der Heimat von Piroschka - gelegene gemütliche Kleinstadt Gyula (rund 32 000 Einwohner) erfüllt im Grunde alle Ansprüche, die man an einen Kurort stellen mag: sie besitzt ein modernes Heilbad inmitten eines malerisch gelegenen Strandbads und zur Zerstreuung und Erholung wartet neben der mächtigen Ziegelburg gleich neben dem Strandbad eine ruhige Innenstadt mit ihren gepflegten Parkanlagen, intimen Museen sowie einladenden Cafés - darunter der Hundertjährigen Konditorei - und Gaststätten auf den Kurgast. Wohltuend ist auch das bis tief in den Herbst andauernde, durch viele Sonnenstunden und wenig Regen gekennzeichnete reizvolle Klima. Kein Wunder daher, dass man hier, so fern der Heimat, auffallend zahlreichen Autos mit deutschem oder österreichischem Kennzeichen begegnet.

    Verkehrsanbindung

  • Auto
    Von Budapest: Autobahn M5 nach
    - Szeged (171 km) und dann weiter Hauptstraße 47 nach Békéscsaba (94 km) und von dort Hauptstraße 44 nach Gyula (19 km) oder
    - Kecskemét (85 km) und von dort weiter Hauptstraße 44 nach Gyula (143 km).
    Hinweis: die Hauptstraße 44 ist die wichtigste Verbindung nach Rumänien. Wochentags muss man daher regen Lastwagenverkehr in Kauf nehmen. Die Straße selbst ist, mit Ausnahme des Abschnitts von Békéscsaba nach Gyula, schmal und (streckenweise) in ziemlich schlechtem Zustand.
  • Linienbus
    Linienbusse verkehren direkt oder mit 1x Umsteigen nach Budapest sowie Städten / Ortschaften in der Großen Tiefebene und Nordungarn (z.B. Szeged, Debrecen, Miskolc, Kecskemét, Eger) bzw. mit 1-2x Umsteigen an den Plattensee oder nach Transdanubien (z.B. Szombathely, Sopron, Pécs). Debrecen.
  • Bahn
    Gyula wird nur von Regionalzügen angesteuert. Der nächste Fernbahnhof ist Békéscsaba mit Direktverbindungen nach Budapest und Szeged.

    Geschichte

  • Vor der Landnahme (vor 896)
    Menschliches Leben ist seit etwa 5000 Jahren v. Chr. (Körös-Kultur, benannt nach den Körös-Flüssen) belegt. Auf die Körös-Kultur folgte die Theiß-Kultur (Ende der Neuen Steinzeit). Die Kontinuität menschlichen Lebens wird durch weitere Funde aus der Kupferzeit, der Bronzezeit und der Eisenzeit nachgewiesen. Während der Eisenzeit siedelten die Skythen hier, gefolgt von den Kelten, den Sarmatinern und germanischen Stämmen (Vandalen, Gepiden). Letztere wurden von den Hunnen vertrieben, ehe die Awaren hier Fuß fassten und bis zur ungarischen Landnahme blieben.
  • Von der Landnahme bis Mohács (896-1526)
    Dass Magyaren bereits kurz nach der Landnahme hier siedelten ist durch das Grab eines Reiters belegt. Der Name Gyula ist erstmals urkundlich 1313 als Bezeichnis eines hier gelegenen Klosters - vermutlich nach dem Gründer benannt - erwähnt. Aus dem Kloster entwickelte sich - vermutlich auf Initiative von König Karl Robert - eine Siedlung gleichen Namens (1332 erwähnt).
    Die Urbanisierung von Gyula begann mit den Anjous: von König Karl Robert erhielt sie verschiedene Privilegien (u.a. das Marktrecht und das Recht der Bürgermeisterwahl) und König Sigismund erkaufte sich durch Schenkung der Stadt die Loyalität ein Teil des Hochadels. Unter dem Hochadeligen János Mároti erlebte Gyula eine Blütezeit: er erweiterte Gyula, siedelte Franziskaner an und errichtete die heutige Burg. Als die Familie 1476 ausstarb, gelangte Gyula wieder in königlichen Besitz.
  • Die Türkenzeit (1526-1686)
    1566 geriet Gyula unter türkische Herrschaft. Gyula wurde stark beschädigt und die Umgebung weitgehend entvölkert. Erst 1695 wurde Gyula befreit.
  • Die Habsburger-Zeit (1686-1849)
    Nach dem Abzug der Türken verwüsteten zunächst serbische Soldaten und kurze Zeit darauf die Kurutzen die Burg. Erst mit der Niederschlagung des Kurutzenaufstands konnte 1714 mit dem Wiederaufbau von Gyula begonnen werden.
    Ab 1720 wurde 4/5 des Komitats Gyula vom Wiener Hof als Dank für seine Dienste an János György Harruckern gegeben. Die Stadt Gyula erlebte jetzt einen großen Aufschwung, von dem noch heute u.a. das römisch-katholische Pfarrhaus, die beiden römisch-katholischen und evangelischen Kirchen, das Komitatshaus und einige Bürgerhäuser zeugen.
    Zwischen 1782 und 1882 wurde Gyula siebenmal von Feuern heimgesucht. Überschwemmungen des Flusses Weiße Körös sorgten für weitere Verwüstungen.
    Anfang des 18. Jahrhunderts war landwirtschaftliche Tierzucht noch die Haupteinnahmequelle. In der Folgezeit wurde sie an Bedeutung zunehmend von der Getreidewirtschaft abgelöst. Auch das Handwerk und der Handel erlebten einen kräftigen Aufschwung. 1723 erhielt Gyula Marktrecht und wurde ein wichtiger Marktflecken, u.a. für Holz aus Transsylvanien.
  • Neuzeit (1849-1990)
    Die Revolution erreichte Gyula am 22. März 1848. Im Mai wurde der Reformpolitiker Baron Béla Wenckheim zum Oberleutnant ernannt. Der Freiheitskampf begann im Herbst mit dem Angriff von Jelasics.
    1855 wurde Gyula von einer schweren Überschwemmung heimgesucht. In Folge wurde der Körös-Kanal gebaut, der die Weiße Körös in sein heutiges Bett um die Stadt leitet. Die Getreidewirtschaft wurde zur Haupteinnahmequelle. Banken und Sparkassen hielten Einzug.
    1858 verweigerte Gyula die Verlegung der Eisenbahnlinie nach Arad (Rumänien) durch seine Stadt. Damit verlor Gyula an wirtschaftlicher Bedeutung. 1950 verlor es den Komitatssitz an Békéscsaba.

    Bevölkerung (2001)

    Ungarn 95%, Rumänen 2%, Deutsche 2%, Sonstige (Roma, Slowaken, Griechen) 1%.

    Wirtschaft

    In Gyula wurde 1868 der erste Schlachthof Ungarns eröffnet. Daraus resultierte eine Dauerwurst (die Stéberl-Wurst), die auf der Weltausstellung 1935 in Brüssel eine Goldmedaille erhielt. Mit der Verstaatlichung der Firma wurde diese Wurst 1948 in die heutige Gyulaer Dauerwurst - Gyulai kolbász - umbenannt. Mit seiner breiten Produktpalette für den heimischen und internationalen Markt zählt das Unternehmen in Gyula (Gyulai Húskombinát Zrt.) heute zwar zu den größten fleischverarbeitenden Unternehmen in Ungarn, allerdings ist es finanziell angeschlagen (Ende 2012) und seine Zukunft ungewiss.

    Klima

  • Durchschnittliche Temperaturen:
    - Mai 11-21 °C
    - Juni-August 15-27 °C
    - September 12-23 °C
  • Sonnenschein (Std. pro Tag im Durchschnitt)
    - Mai: 8
    - Juni-August: 9,3
    - September: 7
  • Niederschlag (Regentage pro Monat im Durchschnitt)
    - Mai: 9
    - Juni-August: 7
    - September: 6

    Sehenswürdigkeiten

    Hinweis 1: Die nachfolgend fett-kursiv geschriebenen Namen sind mit einem Hyperlink ausgestattet. Wenn Sie näheres zu dem hinter dem jeweiligen Namen sich verbergenden Gebäude erfahren möchten, dann klicken Sie bitte auf den Hyperlink!
    Hinweis 2. Wir haben dem Barock in Gyula eine eigene Internetseite gewidmet.

  • Bauwerke

    Pfarrkirche Muttergottes

    Die heutige einschiffige Pfarrkirche Muttergottes von Nádi, auch genannt katholische Pfarrkirche der Innenstadt (Belvárosi templom) wurde 1775 bis 1777 im Stil des Spätbarocks und Zopfstil nach den Plänen von János Károly Linck an der Stelle einer mittelalterlichen Kirche errichtet. Sie wurde mehrmals renoviert und erhielt dabei auch klassizistische Elemente an der Fassade und im Inneren.

    Innerstädtische Pfarrkirche: Fassade (li) bzw. Innenraum (re)
    Gyula, Innerstädtische Pfarrkirche, Fassade  Gyula: Innerstädtische Pfarrkirche, Innenansicht

    Rathaus

    Das heutige Rathaus am Petöfi tér 3 ist aus einem 1793 im barocken Stil errichteten Gebäude hervorgegangen. Damals diente es als Komitatshaus. Seit 1950 fungiert das mehrmals erweiterte Gebäude als Rathaus.

    Reformierte Kirche

    Die Reformierte Kirche am Petöfi tér, neben dem Rathaus, wurde zwischen 1791 und 1795 im Zopfstil erbaut, seitdem aber mehrmals erneuert und umgebaut.


    Reformierte Kirche, Turm (li); Rathaus und Turm der Reformierten Kirche (re)
    Gyula: Reformierte Kirche, Turm   Gyula: Rathaus und Turm der Reformierten Kirche

    Evangelische Kirche

    Die Evangelische Kirche in der Béke sugárút 29 wurde im eklektischen Stil nach den Plänen von Gedeon Gerlóczi errichtet und 1927 eingeweiht. Der Turm wurde erst rund 10 Jahre später aufgestellt. Ihr äußeres Merkmal sind das Giebelfeld und die dorischen Säulen.
    Die Kirche wurde mehrmals renoviert, zuletzt nach der Jahrtausendwende.

    Serbisch-orthodoxe Kirche

    Die Serbisch-orthodoxe St. Nikolaus-Kirche am Szent Miklós tér 2 wurde nach 10jähriger Bauzeit 1812 im klassizistisch-spätbarocken Stil fertiggestellt. Ihren Turm erhielt sie allerdings erst 1854. Die siebenachsige, vierstöckige Ikonostase von dem serbischen Ikonenmaler Arsa Teodorovici gilt als ein Meisterwerk. Der Eingang schmückt ein drei Meter hohes Kreuz.
    Der Innenraum wurde 1928 vom Maler Béla Predmerszky renoviert.

    St. Nikolaus-Kirche: Südseite (li) bzw. Ikonostase (re)
    Gyula: St. Nikolaus-Kirche, Südseite  Gyula: St. Nikolaus-Kirche; Ikonostase

    Kirche des Heiligen Josef

    Die Kirche des hl. Josef - Szent József templom - am Apor tér wurde zwischen 1863 und 1866 im Stil des Spätbarocks vermischt mit einigen frühklassizistischen Elementen errichtet. Ihre Südfassade prägt ein von jeweils zwei dorischen Säulen beiderseits des Portals getragenes Tympanon.
    Das Innere zieren wertvolle Holzskulpturen, ein schönes Altarbild und prächtige Deckengemälde.

    Kirche des hl. Josef: Südfassade (li) und Innenraum (re)
    Gyula, Kirche des hl. Josef: Südfassade   Gyula, Kirche des hl. Josef: Innenraum

  • Museen und Galerien etc.

    Ferenc Erkel Geburtshaus

    Das Geburtshaus im klassizistischem Stil des berühmtesten Sohns der Stadt Gyula, Ferenc Erkel, Erkel Ferenc Szülöháza; Apot tér 7. Ferenc Erkel (1810-1893) ist als der Komponist der ungarischen Nationalhymne sowie der ungarischen Nationalopern (im Rossini-Stil mit ungarischen Volkstänzen vermengt) Bánk Bán und Hunyadi László bekannt.

    Ferenc Erkel Geburtshaus
    Geburtshaus Erkel Ferenc in Gyula   Geburtshaus Erkel Ferenc in Gyula

    Erkel Ferenc Museum

    Das Ferenc Erkel Museum (nicht zu verwechseln mit dem Geburtshaus des Komponisten!) in der Kossuth Lajos utca 17. Im Dürer-Raum werden archäologische Fundstücke aus der Region gezeigt.

    Ferenc Erkel Museum
    Ferenc Erkel-Museum in Gyula

    Ladics-Haus

    Das einstöckige Ladics ház / Ladics-Haus in der Jókai Mór utca 4 vermittelt anhand von Möbeln, Gebrauchsgegenständen, Kleidungsstücken und weiteren Reliquien der Familie des Notars Ladics aus fünf Generationen ziemlich einmalig und eindrucksvoll die Lebensweise der wohlhabenden bürgerlichen Kultur der ungarischen Tiefebene im 19. Jahrhundert.

    Ladics-Haus
    Gyula, Ladics-Haus

    Kohán Galerie

    Die Kohán Galerie - Kohán Képtar in der Béke sugárút 35 zeigt mehr als 3000 Werke des kubistischen Malers György Kohán (1910-1966).

    Kohán Galerie
    Gyula, Kohán Galerie

    Hundertjährige Konditorei

    Das Haus am Erkel Ferenc tér 1 wurde 1840 im Zopfstil und Empirestil errichtet. Es beherbergt die Hundertjährige Konditorei / Szászéves Cukrászda. Mit ihrer Originaleinrichtung im Biedermeierstil und ihrem einst als Backstube dienenden kleinen Museum ist sie die zweitälteste Konditorei des Landes. 2004 wurde die Konditorei umfassend renoviert.

    Hundertjährige Konditorei: Südfassade und Gartencafé (li); Interieur (re)
    Hundertjährige Konditorei in Gyula: Südfassade und Gartencafé  Hundertjährige Konditorei in Gyula; Interiör

    Hundertjährige Konditorei: Theke
    Hundertjährige Konditorei in Gyula; Theke


  • Öffentliche Plätze, Parks, Skulpturen etc.

    Gyula ist ein Kurort und seine Innenstadt ist auffallend grün und von Blumen geschmückt. Die Bemühungen der Stadt in dieser Hinsicht wurden über die vergangenen Jahre auch entsprechend belohnt. Herausragend in diesem Zusammenhang ist der Wettbewerb Für ein blumenreiches Ungarn, nachfolgend FBU genannt. Dieser Wettbewerb knüpft hautnah an den europaweit ausgetragenen Wettbewerb Entente Florale Europe an. Nachfolgende kurze Zusammengestellung soll die Erfolge Gyulas bei diesem Wettbewerb verdeutlichen:

  • 2005: Sonderpreis des Innenministeriums im Rahmen der Preisverleihung des Wettbewerbs FBU.
  • 2006: Sonderpreis des Ministeriums für Unterricht und Kultur.
  • 2007: Sonderpreis des Wettbewerbs FBU in der Kategorie Städte.
  • 2008: Silber beim Wettbewerb Entente Florale Europe.
  • 2009: Sonderpreis beim Wettbewerb FBU.
  • 2010: Höchste Auszeichnung "Die Goldene Rose" anlässlich des Wettbewerbs FBU.
  • 2011: Schirmherrpreis und Erinnerungsplakette des Landeswettbewerbs für eine Schöne Umgebung.
  • 2012: Kulturpreis des Ministeriums für Humanressourcen anlässlich des Wettbewerbs FBU.
  • 2013: Gewinner des Wettbewerbs FBU in der Kategorie Städte.
  • 2014: Vertreter Ungarns beim Wettbewerb Entent Florale Europe.

    Kossuth tér

    Der zentrale Kossuth tér / Kossuth-Platz wird beherrscht von seinen phantasievollen Wasserspielen und der Kapelle der Heiligen Dreifaltigkeit. Die Kapelle wurde 1738-41 im barocken Stil von den Überlebenden der Pestepidemie errichtet. 1815-17 wurde sie mit klassizistischen Elementen erweitert und erhielt auch ihren Turm. Die barocke Maria-Statue in der Vitrine ist aus dem 18. Jh., das Altarbild der Heiligen Dreifaltigkeit entstand 1839.

    Kossuth tér
    Gyula: Kossuth-Platz   Gyula, Kossuth-Platz

    Vom Kossuth tér gelangt man über den Elövisz Kanal in die Innenstadt und dort zunächst vorbei an der Wasseruhr westlich des Harruckern tér an der Kreuzung Hétvezer utca / Városház utca.

    Elövisz Kanal (li) und Wasseruhr (re)
    Der Elövisz-Kanal in Gyula  Gyula, Wasseruhr

    Petöfi tér

    Der Petöfi tér / Petöfi-Platz ist benannt nach dem ungarischen Dichter und Revolutionshelden Sándor Petöfi (1823-49). Seine bronzene Statue steht im Osten des Platzes. Am Petöfi-Platz liegen auch das Rathaus und die Reformierte Kirche.

    Petöfi-Denkmal am Petöfi tér
    Gyula: Petöfi-Platz mit Petöfi-Denkmal  Gyula: Petöfi-Denkmal

    Petöfi tér von Osten
    Gyula: Petöfi tér von Osten  

    Szent Miklós tér

    Der Szent Miklós tér - St. Nikolaus-Platz beim Burggarten mit der Serbisch-Orthodoxen Kirche sowie Büsten von Albrecht Dürer d.Ä. (1963), dem Komponisten Béla Bartók (1962) und den Dichtern József Attila (1966) und Endre Ady (1973).

    Büste Albrecht Dürer d. Ä.
    Gyula: Büste von Albrecht Dürer d.Ä.

    Csiga kert

    Der große Csiga kert - Stadtpark liegt südlich des Burggartens.

    Stadtpark
    Gyula, Stadtpark  Gyula, Stadtpark

    Burggarten

    Burg

    Die monumentale, viereckige Burg aus dem 15. Jahrhundert mit gotischem Wohnschloss, Kapelle und Burgmuseum ist die am besten erhaltene Ziegelburg Ungarns. Heute dient sie musealen Zwecken und als Schauplatz für Freilichtspiele.
    Die Burg wurde erstmals 1445 urkundlich erwähnt. Mit ihrem Bau wurde vermutlich aber bereits um 1405 begonnen. Sie war damals im Besitz eines Magnaten, wurde aber 1476 Eigentum der Krone unter König Matthias Corvinus. Während der Türkenherrschaft wurde die Burg 1566 neun Wochen lang belagert und dann an die Türken übergeben. Nach dem Abzug der Türken 1695 kam sie wieder in ungarischen Besitz.
    In den 1960er Jahren wurde die Burg renoviert und um eine Burgtheater erweitert. Bei einer weiteren Renovierung 2005 wurde das neue Renaissance-Museum eingerichtet.

    Die Ziegelburg zu Gyula
    Gyula: Burg  Burg zu Gyula

    Burg Gyula; Abendstimmung
    Burg zu Gyula, abends

    Schloss Harruckern-Wenckheim-Almásy

    Belaubte Bäume verdecken das ursprünglich nach Harruckern János György benannte Schloss, das 1725 im barocken Zopfstil erbaut und später von den Grafen Wenckheim und Almásy vergrößert wurde. Der Wirtschaftstrakt (heute Säuglingsheim) hat einen zweischiffigen, langen gewölbten Keller. Der nördliche Husarenturm stammt noch aus der Türkenzeit.
    Das Schloss wurde 2012-15 für 2 Milliarden HUF - rund 6,5 Millionen EUR - renoviert.

    Schloss Harruckern-Wenckheim-Almásy, Nordfassade
    Gyula: Schloss Almásy, Nordfassade

    Denkmal

    Im Nordwesten der Burg wurde ein beeinruckendes Denkmal errichtet, leider bisher (Sommer 2016) ohne Bezeichnung.

    Gyula: Denkmal

    Bad

    Im Burggarten liegt das Burgbad. Das Strand- und Heilbad ist nicht nur durch das ausgezeichnete Heilwasser international bekannt, sondern auch durch den 8,5 ha großen ehemlaigen Schlosspark, wo jahrhundertealte Bäume (darunter auch die Eiche unter der der Komponist Ferenc Erkel der Überlieferung nach seine Oper geschrieben haben soll) und seltene Pflanzen 19 Becken säumen. Manche von ihnen sind überdacht, andere nicht, manche laden zum Entspannen im Thermalwasser, andere zum Schwimmen ein, manche locken mit Wellen, andere mit Rutschen. Das Heilwasser ist zur Behandlung von bewegungsorganischen und gynäkologischen Krankheiten bzw. zur Nachbehandlung von Unfallverletzungen geeignet. Den Gästen stehen außerdem verschiedene Wellness- und therapeutische Dienstleistungen, wie Gewichtsbad, Massage, Inhalation, Unterwassergymnastik, Heilgymnastik zur Verfügung.

    Burgbad: Grünanlagen (links) und Kinderplantschbecken (rechts)
    Burgbad zu Gyula, Parkanlage  Burgbad zu Gyula, Plantschbecken

    Essen & Trinken

  • Sörpince Étterem, Kossuth tér 2: Gute ungarische Hausmannskost.
  • Kisködmön, Városház utca 15: nettes Restaurant mit traditioneller Küche.
  • Halászcsárda, Part utca 3: Fischrestaurant am Kanal.
  • Skorpió pizzéria, Jókai utca 17.
  • Szászéves Cukrászda (Hundertjährige Konditorei), Erkel Ferenc tér 1: köstliche Kuchen und Torten in stilvollem Ambiente!
  • Kézmüves Cukrászda, Városház utca 21.

    Gyula, Konditorei Kézmüves

    Events

  • Gyula Theaterfestival
    Das Gyula Theaterfestival findet jährlich Mitte Juli bis August im Hof der mittelalterlichen Burg bzw. auf einer Bühne im See vor der Kulisse der Burg statt.
  • Ungarisches Volkstanzfestival im August.

    Volkstanzfestival
    Gyula: Volkstanzfestival

    Husaren beim Volkstanzfestival
    Gyula: Auftritt der Husaren beim Volkstanzfestival  Gyula: Ritt der Husaren beim Volkstanzfestival

    Berühmte Personen

  • Albrecht Dürer d.Ä. (1427-1502), Goldschmied und Großvater des berühmten Renaissancemalers Albrecht Dürer.
  • Ferenc Erkel (1810-1893), Begründer der ungarischen Nationaloper und Komponist der ungarischen Nationalhymne.
  • Imre Bródy (1891-1944), Physiker.

    Gesundheit; Kur & Wellness

    Burg- und Strandbad / Thermalbad.

    Freizeit / Für Familien

  • Burg und Strandbad / Thermalbad.
  • Angeln, z.B. im Stadtteil Gyulavári.

    Gyulavári, Angelteich
    Gyulavári, Angelteich  Gyulavári, Angelteich

    Gyulavári, Angelteich
    Gyulavári Angelteich, Abendstimmung

    Einkaufen

    Markt für Obst, Gemüse, Hungarica u.a.; Nordende der Béke sugárút.

    Rundwanderung I

    Wir beginnen am zentralen Kossuth tér / Kossuth-Platz mit seinen phantasievollen Wasserspielen und gehen dann weiter auf der mit von Blumenkompositionen geschmückten Szent István út bis zur Wasseruhr am westlichen Harruckern tér, der mit seinen Springbrunnenspielen, alten Bäumen und der katholischen Pfarrkirche (Belvárosi templom) auf einen der vielen Bänke zum Verweilen einlädt.

    Wohnhaus neben dem Harruckern tér
    Wohnhaus neben dem Harruckern tér in Gyula

    Von da gehen wir weiter in Richtung Norden bis zum Erkel tér / Erkel-Platz mit der Büste des Komponisten der ungarischen Nationalhymne.

    Erkel tér
    Gyula: Erkel tér von Osten  Gyula: Erkel-Büste

    Von hier ist es ein Katzensprung in Richtung Osten bis zum schattigen Petöfi tér / Petöfi-Platz mit der Statue des ungarischen Dichters und Nationalhelden sowie dem Rathaus und der links daneben gelegenen Reformierten Kirche.

    Petöfi-Denkmal am Petöfi tér
    Petöfi-Denkmal am Petöfi tér in Gyula

    Wir gehen zurück zum Erkel tér und kehren dort ein in die 1840 errichtete, reizvolle Szászéves cukrászda / Hundertjährige Konditorei. Dort genießen wir Kaffee, Torten und Eis in den geschmackvoll eingerichteten Biedermeier-Salons unter originalen klassizistisch-frühromantischen Wandmalereien und besichtigen die in einem Nebenraum eingerichtete historische Bäckerei.
    Gestärkt gehen wir wenige Schritte auf der Jókai Mór utca in Richtung Westen: Das Ladics ház / Ladics-Haus mit seinem Museum veranschaulicht die Lebensweise der wohlhabenden Landbevölkerung im 19. Jahrhundert.
    Wir folgen der Jókai Mór utca weiter in Richtung Westen bis zur Kreuzung mit der Dürer Albert utca und gehen die paar Schritte bis zum Apor Vilmos tér. Dort empfiehlt sich ein Besuch des Geburtshauses des berühmtesten Sohns der Stadt Gyula, Ferenc Erkel - Erkel Ferenc Szülöháza - dem Komponisten der ungarischen Nationalhymne sowie mehrerer ungarischer Nationalopern (im Stil Rossinis gemischt mit ungarischen Volkstänzen).
    Von hier gehen wir auf der Jókai Mór utca zurück ein Stück in Richtung Osten bis zur Kreuzung Béke sugárút und dort weiter ein Stück in Richtung Norden bis zum Kohán Képtar / Kohán Museum mit Werken des Malers György Kohán (1910-1966).

    Rundwanderung II

    Wir beginnen unsere Wanderung wieder am Kossuth tér, folgen der Városház utca und dann weiter auf der Kossuth Lajos utca vorbei am kleinen Szent Miklós tér rechts mit der griechisch-orthodoxen Kirche sowie Büsten von Albrecht Dürer d.Ä., dem Komponisten Béla Bartók und den Dichtern József Attila und Endre Ady.
    Rechts zweigt eine Straße über eine Brücke ab. Wir bleiben aber zunächst auf der Kossuth utca. Nach wenigen Metern liegt rechts das Ferenc Enkel Museum.
    Über die oben erwähnte Brücke gelangen wir zur gotischen Ziegelburg sowie zum Burggarten mit dem Strand- und Thermalbad sowie dem Harrucker-Schloss Almásy.

    Gyulavári

    Das kurz vor der rumänischen Grenze gelegene Gyulavári ist ein Vorort von Gyula. Sehenswert ist das mit Mitteln der Europäischen Union restaurierte Schloss Wenckheim – Almásy. Zweck des Schlosses ist die kulturellen, umweltbedingten und die ökonomischen Werte des südlichen Tieflands den Touristen mit Hilfe von Ausstellungen und Seminarien vorzustellen.

    Schloss Wenckheim-Almásy
    Gyulavári: Schloss Wenckheim-Almásy

    Impressionen von Gyulavári
    Gyulavári Altenheim  Gyulavári

    Sehenswertes und Freizeitangebote in der Umgebung

  • Die rund 20 km westlich von Gyula gelegene Stadt Békéscsaba mit ihren Museen und ihrer Architektur, LB, B.
  • Die Historische Gedenkstätte in Vésztö (ca. 35 km), LB.
  • Die Universitätsstadt Szeged (ca. 110 km), LB (direkt bzw. 1x U), B (1x U).
  • Das Arboretum in Szarvas (ca. 65 km), LB (direkt bzw. 1x U), B (2x U).
    LB=Verbindung mit Linienbus; B=Verbindung mit der Bahn.

    Eingabehilfen

  • travelscout
    Klicken Sie auf den Hyperlink unter dem Logo. Die Partnerseite mit den verfügbaren Objekten wird Ihnen angezeigt.
  • booking.com
    Auf das Logo klicken. Es werden Ihnen alle verfügbaren Objekte - einschließlich Hotels - angezeigt. Ferienwohnungen etc. sind unter den Angeboten deutlich markiert!
  • HRS
    1. Auf das Logo klicken und dann auf der Partnerseite in der quergelegten roten Menüleiste die Option Ferienhäuser wählen.
    2. Die Suchbox ausfüllen: Unter "Wo soll es hingehen?" Unter Reiseziel "Gyula Ungarn" eintragen; Unterkunftsart und Ihre Reisedaten eingeben.
    3. Ihre Eingaben durch Klicken auf die Schaltfläche Jetzt suchen bestätigen. Die verfügbaren Objekte werden Ihnen vorgestellt.
  • Expedia
    1. Klicken Sie auf das Logo.
    Sie gelangen auf die Partnerseite von expedia. Wählen Sie dort in der Menüleiste oben die Option Click&Mix und klicken Sie dann auf der neuen Seite auf die Schaltfläche (Sie müssen etwas nach unten blättern) Unglaubliches Angebot.
    2.Die Option Flug und Hotel ist für Gyula nicht wählbar. Sie müssen Flug und Hotel separat buchen. Tragen Sie unter Zielflughafen "Budapest" und unter Hotel "Gyula" ein.
    Hinweis: Beachten Sie die Option "Mietwagen"!

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    Aktualisiert am 14.10.2016