Zauberhaftes Ungarn - Reise durch das Land, seine Kultur und Geschichte
Lage von Györ in Ungarn
 

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Györ

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Bauten und Denkmäler der Kunstgeschichte in Ungarn: Zeitalter des Barocks

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Barockes Györ

Györ war nur kurze Zeit - von 1592 bis 1598 - von den Türken besetzt. Nach seiner Befreiung wurde es als einer der letzten Vorposten vor Wien von unschätzbarer militärischer Bedeutung für das Haus Habsburg im Kampf gegen die Türken. Nach Ende der Türkenherrschaft in Ungarn wurde Györ 1721 zur von Kaiserin Maria Theresia verbrieften königlichen Freistadt. Diese Auszeichnung in Verbindung mit der Gegenreformation bewirkte einen rasanten Aufschwung, der sich in der Architektur im Barock widerspiegelte. Heute zählt die Altstadt von Györ - der "Eingang" liegt rund hundert Meter nördlich vom Bahnhof bzw. der Landeshauptstraße 1 entfernt - neben Eger und Székesfehérvár zu den schönsten Barockstädten Ungarns.

Karmeliter-Kirche

Die Karmeliter-Kirche mit ihrer ovalen Kuppel liegt am barocken Bécsi kapu tér (Wiener-Tor-Platz). Sie wurde 1721-1725 im Stil des italienischen Barocks nach dem Vorbild der römischen Mutterkirche errichtet. Die vier Seitenaltäre sind in Nischen versetzt. Das ursprüngliche, die Huldigung der Mutter Gottes durch den hl. König Stefan und seinem Sohn Emmerich darstellende, Hochaltargemälde wurde Anfang des 19. Jahrhunderts ersetzt, 1958 aber wieder angebracht. Vor der Kirche steht ein Denkmal des Dramatikers Károly Kisfaludy.
Hinweis: Die Kirche ist nicht durchgehend geöffnet.

Karmeliter-Kirche
Györ, Karmeliter-Kirche

Karmeliter Kirche: Hochaltar (li) und Kuppel (re)
Györ, Karmeliter Kirche: Hochaltar  Györ, Karmeliter Kirche: Kuppel

Dom St. Maria

Der heutige Dom ist das Ergebnis einer bewegten Geschichte, die sich vor allem in seinem Äußeren abspiegelt: die Fassade ist neoklassizistisch, die Apsiden romanisch und an der Südseite sind gotische Kapellen angefügt. Das Innere ist im wesentlichen eine auf romanischer Grundstruktur aufgebaute dreischiffige Barockanlage.
Die romanische Vorgängerkirche wird erstmals um die Wende vom 11. zum 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt. 1404 wurde sie an der Südseite um die gotische Héderváry Kapelle (auch Ladislaus Kapelle genannt) bzw. zwischen 1466 und 1481 die Demetriuskapelle erweitert.
In der Héderváry Kapelle wird das aus dem Dom zu Nagyszombat - das heutige Trnava in der Slowakei - überführte vergoldete Kopfreliquiar von König Ladislaus I (1077-1095) aufbewahrt. Es gilt als eine der schönsten und wertvollsten Arbeiten der mittelalterlichen ungarischen Goldschiedekunst.
Eine vollständige Erneuerung in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts "überlebten" gotische Gewölbe und Fensterfragmente im Dachstuhl. Der südliche Westturm stürzte 1529 bei der Türkenbelagerung ein. Während der türkischen Besatzung 1594-98 verfiel die Kirche weiter. Nach dem Abzug der Türken wurde die Kirche 1639-45 erneuert und umgebaut. Maßgeblich beteiligt an der barocken Gestaltung des durch Pfeiler gegliederten dreischiffigen Kirchenraums waren Melchior Hefele und Franz Anton Maulbertsch. Letzterer malte das Hochaltarblatt sowie die beeindruckenden Fresken im Chor und in den Haupt-, Süd- und Nordschiffen, außerdem dort noch die großen Tafelbilder. Einzige Ausnahme ist das Tafelbild der Weinenden Maria im nördlichen Seitenschiff. Es ist eine Gabe des irischen Bischofs von Clonfert, der, des Landes verwiesen, das Gnadenbild 1649 mitbrachte. Rund 40 Jahre später begann das Bild Blutstränen zu weinen und ist seither das Ziel zahlreicher Pilger. Die Kirchenbänke sind aus dalmatinischer Eiche.
Die neoklassizistische Westfassade und der Turm wurde zwischen 1803 und 1823 erbaut. Der Turmhelm wurde im zweiten Weltkrieg zerstört, dann aber in seiner ursprünglichen Form wieder hergestellt.
Öffnungszeiten: 8-12 Uhr; 14-16 Uhr.

Dom St. Maria: Westfassade (li) bzw. Südseite mit Héderváry Kapelle
Györ, Dom St. Maria, Westfassade   Györ: Dom, Südseite mit Ladislaus Kapelle

Héderváry Kapelle: Kopfreliquiar des Hl. Ladislaus
Dom zu Györ, Héderváry Kapelle: Kopfreliquiar des Hl. Ladislaus  Dom zu Györ, Héderváry Kapelle: Kopfreliquiar des Hl. Ladislaus

Dom zu Györ: Hauptschiff (li) bzw. nördliches Seitenschiff (re)
Dom zu Györ: Hauptschiff  Dom zu Györ: nördliches Seitenschiff

Jesuitenkirche

Jesuitenkirche
Györ, Jesuiten-Kirche   Györ, Jesuiten-Kirche, Fassade

Die frühbarocke Jesuitenkirche - auch Ignatiuskirche genannt - am riesigen Széchenyi tér gilt als die schönste Kirche von Györ. Sie wurde 1635 bis 1641 auf Wirken der Jesuiten hin errichtet. Bereits 1667 wurden ein Kloster und eine Schule angefügt. Erst 1726 erhielt die Westfassade ihre Zwillingstürme und die 6 Nischenfiguren.
Das Mittelschiff wurde erst 1738 ausgestaltet. Die in schwarzgold gefassten Altäre und der kraftvolle weiße Stuck in den Seitenaltären sind hochbarock. Das Deckengewölbe wird von herrlichen Fresken (1744) mit ihren satten Farben des großen österreichischen Barockmalers Paul Troger geschmückt. Von ihm stammt auch das Hochaltarblatt.
1802 traten die Benediktiner die Nachfolge der Jesuiten an. Ihr Ordenshaus und das 1888 erbaute Benediktiner Gymnasium stehen heute zu beiden Seiten der Kirche.
Hinweis: Die Kirche ist nur zeitweise geöffnet.

 

St. Anna Kirche

Die kleine Barockkirche St. Anna wurde 1730 an das 1666 errichtete Ungarische Spital - später Altersheim, heute Wohnhaus - in der Rákóczi Ferenc utca 6 angebaut. 1876 wurde sie rekonstruiert. Von der ursprünglichen Einrichtung sind nur der linke Seitenaltar (um 1740) erhalten geblieben.

János Xantus Museum

Das heutige János Xantus Museum am Széchenyi tér 5 wurde 1741/42 als Palais aus dem Zusammenschluss von neun mittelalterlichen Häusern hinter einer spätbarocken Fassade von der Benediktinerabtei in Pannonhalma errichtet. Nach deren befristeter Auflösung wurde es 1786 eine Zeitlang als Militärwaisenhaus und ab 1816 - wieder im Besitz der Benediktiner - als Priesterseminar genutzt. Seit 1948 beherbergt es das Städtische János Xantus Museum. Sehr sehenswert sind, neben den Ausstellungen, der Rokoko-Erker über dem Haupteingang und das prachtvolle Innere.

János Xántus Museum, Fassade
Györ: János Xantus Museum  Györ: János Xantus Museum

Széchenyi Apothekenmuseum

Das 1654 von den Jesuiten gegründete Széchenyi-Apothekenmuseum (ehemalige Jesuiten-Apotheke) neben der Jesuitenkirche beeindruckt durch seine Gewölbedecken im Stil des Rokoko und Fresken mit religiösen Themen und Darstellungen von Kräutern.

Ehem. Jesuiten-Apotheke
Györ: Ehem. Jesuiten-Apotheke

Bürgerhäuser

Vom Széchenyi tér strahlen in alle Richtungen denkmalgeschützte Straßen mit wertvollen profanen Gebäuden mit zumeist Barockfassaden und einem dahinter liegenden gotischen Kern. Besonders sehenswert sind:
  • das barocke Palais Zichy in der Liszt Ferenc utca 20 mit seiner Ausstellung von Puppen und Möbeln aus dem 19. Jahrhundert
    - das Rosalien-Haus in der Kazinczy utca 21. Die Barockfassade wird von einem durch Konsolen gestützten Erker geteilt, der bis zur Mansarde hinaufreicht.
  • das Napoleon-Haus in der Király utca 4 wo Napoleon am 31. August 1809 eine Nacht verbrachte. Das Haus beherbergt einen Teil des Stadtmuseums.
  • das Angarano-Haus in der Király utca 17, erbaut um 1770, spätbarock verändert.

    Bundesladen-Denkmal

    Das Bundesladen-Denkmal (1731) unweit vom Gutenberg tér gilt als das schönstes Barockdenkmal der Stadt. Dargestellt ist eine aus vergoldetem Blech gefertigte Nachbildung der Bundeslade - das Symbol der Anwesenheit Gottes im jüdischen Tempel - auf der das Lamm Gottes über dem 'Buch mit sieben Siegeln' ruht.

    Bundesladen-Denkmal
    Györ: Bundesladen-Denkmal

    Erzengel Michael-Statue

    Die Statue des Erzengels Michael (1764) auf dem Apor Vilmos tér ist eine Nachbildung vom 'Teufelssturz' in der Michaeler Kirche zu Wien.

    Ausführliche Informationen zur Stadt Györ, einschließlich Verkehrsanbindung, Sehenswertes, Freizeitaktivitäten, Festivals und Kulinarisches.

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    Aktualisiert am 13.11.2017