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Budapest

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Budapest zu Fuß erkunden

Budaer Seite: Der Burghügel

Der 170 m hohe Burghügel (Várhegy) bietet von der Pester Seite aus ein majestätisches und unvergessliches Panorama. Der Burghügel gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Er besteht aus zwei Bereichen: dem südlichen Bereich mit dem Schloss und dem nördlichen Bereich mit der Altstadt, Fischerbastei und Matthiaskirche.

Blick vom Donaukorso auf die Budaer Seite mit Burghügel, Schloss und Matthiaskirche
Budaer Seite: Burghügel mit Schloss und Matthiaskirche

Pester Kopf der Kettenbrücke mit Blick auf den Burghügel von Buda
Budapest: Pester Kopf der Kettenbrücke 
			  mit  Blick auf den Burghügel von Buda

Schloss

Das Schloss (Budavári palota) bzw. die Burg (auch Königspalast bzw. Burgpalast genannt) blickt auf eine wechselreiche Vergangenheit zurück. Seit König Béla IV hier im 13. Jahrhundert eine königliche Residenz errichten ließ wurde diese mehrmals erweitert, vollständig zerstört (u.a. während der Türkenherrschaft), wieder neu aufgebaut (u.a. von den Habsburgern) und umgebaut. Heute sind die Ungarische Nationalgalerie, das Budapester Historische Museum und die Széchenyi Nationalbibliothek hier untergebracht.

Széchenyi-Platz mit Kettenbrücke und Schloss (li) bzw. Schloss (re)
Budapest: Széchenyi-Platz mit Kettenbrücke und Schloss   Budapest, Schloss

Altstadt

Mit der Matthiaskirche, der Fischbastei, seinen Baudenkmälern, seinen mit Denkmälern geschmückten Plätzen und seinen mittelalterlichen Gassen mit gemütlichen Cafés und Restaurants zählt die Budaer Altstadt zu den Hauptattraktionen Budapests und verspricht ein Besuch eine bleibende Erinnerung.

Budaer Altstadt; Fortuna-Straße
Fortuna Straße in der Budaer Altstadt   Budaer Altstadt: Fortuna Straße mit Matthias Kirche

Matthiaskirche

Am Szentháromság tér (Dreifaltigkeitsplatz) mit seiner reich verzierten barocken Pestsäule und neben der Fischerbastei steht die Matthiaskirche (Mátyás templom) mit ihren bunt glasierten Dachziegeln. Errichtet wurde die Kirche Mitte des 13. Jahrhunderts von König Béla IV. Während der Türkenzeit (1541-1686) wurde sie zur Hauptmoschee und bei der Rückeroberung stark beschädigt. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche - mit Barockdetails ausgestattet - restauriert. Ihr heutiges Aussehen im neugotischen Stil erhielt sie durch den Umbau 1873-1896 von Frigyes Schulek.
Die Kirche wurde seinerzeit auch Krönungskirche genannt, da hier mehrere ungarische Könige gekrönt wurden. Der erste war Karl I von Anjou im Jahre 1309, der letzte Karl IV von Habsburg im Jahr 1916. Ihren heutigen Namen erhielt die Kirche von König Matthias Corvinus, der seine Frau Beatrix 1474 hier heiratete.
Die Westseite der Kirche zieren zwei ungleich große Türme. Zwischen beiden befindet sich ein gotisches Giebelfeld, darunter eine Fensterrose.
Die Kirche wird über das Südportal - es stammt aus dem 14. Jahrhundert - betreten (Eintrittspreis). Sie hat drei Schiffe und ein Querschiff. Nach dem Eintritt liegen links eine Reihe von Kapellen mit bemerkenswerten Flügelaltären. In der Dreifaltigkeitskapelle ruhen in einem prunkvollen Sarkophag König Béla III. und seine Gemahlin Anna von Antiochien. Die Fresken stammen aus dem 19. Jahrhundert (die ehemaligen Fresken aus dem 15. Jahrhundert wurden von den Türken zerstört). Einen eigenartigen und reizvollen Anblick bieten die gotischen Säulen mit ihren roten, gelben, grünen, goldenen und blauen Ornamenten.
Rechts vom Hauptaltar führen Stufen in die Krypta mit ihren kunstvollen Monstranzen, Reliquien, Kelchen sowie einer Kopie der Krönungsinsignien.

Matthiaskirche: Westansicht (li); aus Nordwesten (re)
Budapest: Matthiaskirche und Dreifaltigkeitssäule    Budapest: Matthiaskirche aus Richtung Nordwest

Fischerbastei (Halászbástya)

Die an der Stelle der Basteien der ehemaligen Fischerinnung 1905 im neoromanischen Stil von Frigyes Schulek errichtete Fischerbastei mit ihren sieben schneeweißen, steinernen Türmen - sie symbolisieren die sieben Stämme der landnehmenden Ungarn aus dem späten 9. Jahrhundert - gewährt einen phantastischen Rundblick auf die Pester Seite.

Fischerbastei: nördlich des Hilton-Hotels (li); Blick auf das Ungarische Parlament (re)
Budapest: Nordseite der Fischerbastei gegenüber dem Hotel Hilton   Fischerbastei in Budapest mit Blick auf das Ungarische Parlament

Blick von der Fischerbastei auf Pest
Budapest: Blick von der Fischerbastei auf Pest

Das westlich neben der Bastei errichtete Hotel Hilton ist eine gelungene Kombination aus Alt und Modern sowie Luxus und Spiegel zugleich.

Die Fischerbastei im Spiegel des Hilton-Hotels
Budapest: Die Fischerbastei im Spiegel des Hilton-Hotels


Auf dem Platz vor der Fischerbastei links neben Kirche steht das Reiterstandbild König Stephan I (1906) auf marmornem Sockelrelief.

Reiterstandbild König Stephan I
Reiterstandbild König Stephan I neben der Matthiaskirche in Budapest

Erreichbarkeit von Pest
  • Bus Nr. 16 vom Deák Ferenc tér. Dieser Bus fährt direkt zum Disz tér (beim Schloss) und weiter zum Szentháromság tér (vor der Matthiaskirche).
  • Metró M2 oder Straßenbahnlinien 4 bzw. 6 bis zum Széll Kálmán tér. Hier die Treppe auf der nordöstlichen Seite des Platzes empor zur Bushaltestelle "Várbusz". Ein Minibus fährt direkt zur Haltestelle vor der Matthiaskirche und weiter zum Schloss.
  • Zu Fuß: Über die Kettenbrücke zum Clark Ádám tér und von dort entweder den Gehweg hinauf zur Fischerbastei oder zum Schloss - beide mit herrlichem Ausblick auf die Pester Seite - oder mit der Standseilbahn "Sikló" hinauf zum Schloss.

    Blick vom Burghügel auf die Kettenbrücke und die Pester Seite
    Budapest: Blick vom Burghügel auf die Kettenbrücke und die Pester Seite


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    Aktualisiert am 19.06.2016