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Plattensee / Balaton
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Lage und kurze Beschreibung
Der Plattensee (ungarisch: Balaton) ist mit 594 qkm der gr��te Binnensee
Mitteleuropas. Die beiden von der Gr��e her mit ihm vergleichbaren
Seen bringen es auf 580 qkm (Genfer See) bzw. 536 qkm (Bodensee).
Dabei ist der Plattensee mit einer maximalen Tiefe von 12,5 m und
einer durchschnittlichen Tiefe von 3 m verh�ltnism��ig flach. Sein
Wasser erwärmt sich im Sommer daher rasch auf Temperaturen von
um die 26 ° C. Auch Wassertemperaturen von �ber 30 �C sind keine
Seltenheit, weshalb der See bei all jenen, die sich gern in warmen
Wasser tummeln, sehr beliebt ist. Aber der Plattensee erfreut sich
auch gro�er Beliebtheit unter Anglern und Wassersportlern; hier kann
man wunderbar Tret- und Ruderboot fahren, Windsurfen oder Segeln.
Schlie�lich kann man das zauberhafte Ambiente des See mit einem Ausflugdampfer
genießen oder mit einer der zahlreichen F�hren einen anderen
Hafen am See besuchen.
Die R�mer nannten den Plattensee Pleso. Der ungarische Name
Balaton stammt vom slawischen blatna, was soviel bedeutet wie
sumpfige Marsch. Trotz des wenig einladenden Namens ziehen die Str�nde
viele Badetouristen an und der Plattensee ist neben der Hauptstadt
Budapest das wichtigste Tourismusgebiet Ungarns.
Den Plattensee nennen die Ungarn auch "Das Ungarische Meer" und m�chten
mit dieser Bezeichnung ihren Stolz und ihre gro�e Liebe zu diesem
See zum Ausdruck bringen. Diese Liebe ist auch heute noch Herzensache
nicht nur bei der �lteren Generation, sondern - einer globalisierten
Welt zum trotz, die auch Ungarn infiziert - auch bei den Jugendlichen.
Selbstverst�ndlich wird der Plattensee in zahlreichen ungarischen
volkst�mlichen Liedern und Schlagern besungen und selbstverst�ndlich
hat er namhafte ungarische K�nstler und unsterblichen Werken inspiriert.
Zu den bekanntesten Dichtern des Plattensees z�hlen M�r J�kai, D�niel
Berzsenyi und S�ndor Kisfaludy; letzterer hat vor allem die Gegend
um Badacsony
mit seiner Poesie unsterblich gemacht hat. Leidenschaftliche Maler
des Plattensees waren G�za M�sz�ly, B�la Iv�nyi-Gr�nwald, Istv�n Cs�k,
Aur�l Bern�th und J�zsef Egregy. Besonders letzterer wird als "Maler
des Plattensees" genannt; seine Gem�lde - ausgestellt im Museum in
seinem Heimatort Badacsony
- verbinden die Farben des Sees, der Landschaft und des Himmels zu
einer feenhaften Atmosph�re.
Eben diese Verbindung aus der Farbe des Sees und seiner Umgebung ist
es, die den Besucher in seinen Bann zieht. Wer an einem sonnigen Sommertag
den gro�en Wasserspiegel das erste Mal erblickt, f�llt sofort die
eigenartige Opalfarbe auf, die auf so wundersame Weise gegen den blauen
Himmel und die gr�ne Landschaft kontrastiert. Diese opalisierende
Farbt�nung ist der geringen Tiefe des Sees zuzuschreiben, sodass der
bewegte Grund und die im Wasser schwebenden Organismen hindurchschimmern.
Die Farbschattierungen des Sees h�ngen aber auch vom Wind und vom
Himmel ab, je nachdem ob man die Wasseroberfl�che in der Richtung
der Sonnenstrahlen oder senkrecht zu ihnen betrachtet. So ver�ndert
der See zu jeder Tagesstunde sein Anlitz.
Aber der Plattensee ist nicht nur eitel Wonne. Bekannt ist er, wie
kein anderer See seiner Gr��e, f�r seine blitzschnell heraufziehenden
St�rme. Besonders an hei�en Sommertagen gen�gt eine n�rdliche Luftstr�mung,
um ein heftiges Gewitter auszul�sen. Dunkle Wolken t�rmen sich am
Himmel auf und bringen Regen, Blitz und Donner; der Sturm verwandelt
den vor wenigen Minuten noch glatten Wasserspiegel in ein tobendes,
wildes Meer. Damit die Badenden und Wassersportler sich rechtzeitig
in Sicherheit bringen k�nnen, sind fl�chendeckend am Plattensee Warnanlagen
eingerichtet, die solch blitzartig aufziehende St�rme rechtzeitig
ank�ndigen.
Die Hauptsaison reicht am Plattensee von Ende Juni bis Ende August.
W�hrend dieser doch relativ kurzen Periode zieht es mehr als eine
Million Besucher an den See. Baden kann man aber eigentlich ab Frühjahr
bis Spätherbst. Die vom medizinischen Standpunkt aus besondere
Eigenschaft des Plattensees ist die f�r seine geografische Lage hohe
Sonneneinstrahlung, wodurch die Bildung von Vitamin D im Organismus
angeregt wird. Die Sonneneinstrahlung wird durch das seichte Wasser
erh�ht: es befindet sich in fast st�ndiger Bewegung und die kleinen
Wellen wirken wie zahllose Spiegel, die die Sonnenstrahlen in alle
Richtungen ununterbrochen reflektieren.
Das Wasser ist schwach alkalisch und daher besondres erfrischend.
Es besitzt einen hohen Sauerstoffgehalt und daher eine gro�e Selbstreinigungsf�higkeit.
Es ist ein gesundes Wasser: Radioaktivit�t, Jod-, Magnesium- und Kalkgehalt
liegen �ber den Durchschnitt.
Der Niederschlag am Plattensee ist gering. Bedingt durch die große
Wasserfläche des Sees, bleiben die Temperaturen auch im Hochsommer
im Erträglichen und klettern nur selten über die 35 °C.
Wer es ruhiger mag, sollte die Vor- oder Nachsaison nutzen. Im April/Mai
ist die Luft oft bereits ausreichend warm f�r angenehme Spazierg�nge
und im September/Oktober warten zahlreiche von der Sonne verw�hnte
Tage sowie Weinlese- und Erntedankfeste auf den Besucher.
Der Plattensee ist 80 km lang. Das West- und Ostufer sind beide verh�ltnism��ig
stumpf. Das Nord- und S�dufer sind daher in etwa gleich lang. Aber
ansonsten sind sie sehr verschieden. Am Nordufer des Plattensees erstreckt
sich die H�gellandschaft des Plattensee-Oberlands mit ihren Weinbergen,
Burgen und Bergd�rfern. Die Str�nde des Sees sind sandig oder von
Gras bewachsen, das Ufer ist manchmal steinig, soda� man �ber einen
Steg in den See steigen muss. Der Boden des Sees ist aber zumeist
sandig-erdig; das Wasser wird verh�ltnism��ig rasch tiefer; nach 50
bis 75 m kann man meistens nicht mehr stehen, d.h. muss man schwimmen.
Am S�dufer erstreckt sich die Ebene der Region S�d-Transdanubiens.
Die Str�nde sind hier eher sandig, man muss nicht �ber einen Steg
ins Wasser klettern und man kann u.U. hunderte von Metern weit in
den See hinaus waten und trotzdem noch stehen; ideal f�r Kinder und
Nichtschwimmer!
�brigens: dem Plattensee-Oberland sind die lauen, beinahe mediterranen
Abende und N�chte zu verdanken, die sommers rund um den Plattensee
herrschen und die Urlauber in ihren Bann ziehen, sch�tzt es den See
doch vor den rauen n�rdlichen Winden und L�ften, die - unvermeidlich
- bisweilen auch im Sommer �ber das sch�ne Ungarn herfallen.
Hotelangebote am Plattensee bei
finden.
Ferienorte, Badeorte und
Weinorte
Auf nachfolgender interaktiver Karte sind die wichtigsten Ferien-,
Bade- und Weinorte an den Ufern des Plattensees und seinem Hinterland
eingetragen. Wenn Sie n�heres �ber einen Ort erfahren m�chten, dann
brauchen Sie nur auf den Namen des Orts zu klicken.
Allgemein ist zu bemerken, dass das S�dufer eigentlich eine endlose
Reihe an Ferienorten darstellt; die namentlich getrennten Ortschaften
grenzen meist nahtlos aneinander. Die Atmosph�re ist eher bunt, schrill
und hektisch; Nachtschw�rmer und Discoliebhaber sind hier zu Hause.
Ganz anders das Nordufer: hier liegen die Orte deutlich getrennt und
sie verbreiten, neben einem Hauch des S�dufers, eindeutig auch einen
Hauch von gepflegtem Ambiente.
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