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Gyula
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Städte und Orte in Ungarn erleben
Gyula
... hat eine berühmte mittelalterliche
Ziegelburg. Einem plumpen Kasten gleich thront sie im Stadtzentrum
auf einer Wiese und ehrfurchtsvoll lauscht der Besucher ihrer Geschichte.
An ihrer Ostflanke liegt malerisch ein Teich und, besonders an lauen
Sommerabenden, ist man versucht, Hollywood die Regie zuzuschreiben.
Aber Gyula ist vor allem ein Kurort. Im Thermalbad, gleichzeitig auch
Freibad, tragen die Gäste ihre Leiber zur Schau. In der Innenstadt laden die vielen mit Blumenbeeten,
Wasserfontänen und Denkmälern geschmückten Plätze und Parks zum Flanieren, die Konditoreien mit ihren leckeren Süßigkeiten zum
Naschen ein. Gyula hat nur einen Fehler: es liegt ach so fern der
deutsch(sprachig)en Heimat!
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 Gyula
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Hunguest Hotel Erkel***
Gyula
Verkehrsanbindung
Kurze Geschichte
Bevölkerung
Wirtschaft
Sehenswürdigkeiten
Bad
Essen & Trinken
Events
Berühmte Personen
Gesundheit, Kur & Wellness
Freizeit / Für Familien
Einkaufen
Rundwanderung I
Rundwanderung II
Gyulavári
Umgebung: Sehenswertes und Freizeit
Gyula
Die fern, nahe der rumänischen Grenze in der südlichen Großen Tiefebene
von Ungarn - in der Heimat von Piroschka
- gelegene gemütliche Kleinstadt Gyula (rund 32 000 Einwohner) erfüllt
im Grunde alle Ansprüche, die man an einen Kurort stellen mag: sie
besitzt ein modernes Heilbad inmitten eines malerisch gelegenen Strandbads
und zur Zerstreuung und Erholung wartet neben der mächtigen Ziegelburg
gleich neben dem Strandbad eine ruhige Innenstadt mit ihren gepflegten
Parkanlagen, intimen Museen sowie einladenden Cafés - darunter der
Hundertjährigen Konditorei - und Gaststätten auf den Kurgast. Wohltuend
ist auch das bis tief in den Herbst andauernde, durch viele Sonnenstunden
und wenig Regen gekennzeichnete reizvolle Klima.
Kein Wunder daher, dass man hier, so fern der Heimat, auffallend zahlreichen Autos mit deutschem oder österreichischem Kennzeichen
begegnet.
Verkehrsanbindung
Auto
Von Budapest: Autobahn M5 nach
- Szeged (171 km) und dann weiter Hauptstraße 47 nach Békéscsaba
(94 km) und von dort Hauptstraße 44 nach Gyula (19 km) oder
- Kecskemét (85 km) und von dort weiter Hauptstraße 44 nach Gyula
(143 km).
Hinweis: die Hauptstraße 44 ist die wichtigste Verbindung nach Rumänien.
Wochentags muss man daher regen Lastwagenverkehr in Kauf nehmen. Die
Straße selbst ist, mit Ausnahme des Abschnitts von Békéscsaba
nach Gyula, schmal und (streckenweise) in ziemlich schlechtem Zustand.
Linienbus
Linienbusse verkehren direkt oder mit 1x Umsteigen nach Budapest
sowie Städten / Ortschaften in der Großen Tiefebene und Nordungarn
(z.B. Szeged, Debrecen, Miskolc, Kecskemét, Eger) bzw. mit 1-2x
Umsteigen an den Plattensee oder nach Transdanubien (z.B. Szombathely,
Sopron, Pécs). Debrecen.
Bahn
Gyula wird nur von Regionalzügen angesteuert. Der nächste Fernbahnhof
ist Békéscsaba mit Direktverbindungen nach Budapest und Szeged.
Geschichte
Vor der
Landnahme (vor 896)
Menschliches Leben ist seit etwa 5000 Jahren v. Chr. (Körös-Kultur,
benannt nach den Körös-Flüssen) belegt. Auf die Körös-Kultur folgte
die Theiß-Kultur (Ende der Neuen Steinzeit). Die Kontinuität menschlichen
Lebens wird durch weitere Funde aus der Kupferzeit, der Bronzezeit
und der Eisenzeit nachgewiesen. Während der Eisenzeit siedelten
die Skythen hier, gefolgt von den Kelten, den Sarmatinern und germanischen
Stämmen (Vandalen, Gepiden). Letztere wurden von den Hunnen vertrieben,
ehe die Awaren hier Fuß fassten und bis zur ungarischen Landnahme
blieben.
Von der
Landnahme bis Mohács (896-1526)
Dass Magyaren bereits kurz nach der Landnahme hier siedelten ist
durch das Grab eines Reiters belegt. Der Name Gyula ist erstmals
urkundlich 1313 als Bezeichnis eines hier gelegenen Klosters - vermutlich
nach dem Gründer benannt - erwähnt. Aus dem Kloster entwickelte
sich - vermutlich auf Initiative von König Karl Robert - eine Siedlung
gleichen Namens (1332 erwähnt).
Die Urbanisierung von Gyula begann mit den Anjous: von König Karl
Robert erhielt sie verschiedene Privilegien (u.a. das Marktrecht
und das Recht der Bürgermeisterwahl) und König Sigismund erkaufte
sich durch Schenkung der Stadt die Loyalität ein Teil des Hochadels.
Unter dem Hochadeligen János Mároti erlebte Gyula eine Blütezeit:
er erweiterte Gyula, siedelte Franziskaner an und errichtete die
heutige Burg. Als die Familie 1476 ausstarb, gelangte Gyula wieder
in königlichen Besitz.
Die Türkenzeit
(1526-1686)
1566 geriet Gyula unter türkische Herrschaft. Gyula wurde stark
beschädigt und die Umgebung weitgehend entvölkert. Erst 1695 wurde
Gyula befreit.
Die Habsburger-Zeit
(1686-1849)
Nach dem Abzug der Türken verwüsteten zunächst serbische Soldaten
und kurze Zeit darauf die Kurutzen die Burg. Erst mit der Niederschlagung
des Kurutzenaufstands konnte 1714 mit dem Wiederaufbau von Gyula
begonnen werden.
Ab 1720 wurde 4/5 des Komitats Gyula vom Wiener Hof als Dank für
seine Dienste an János György Harruckern gegeben. Die Stadt Gyula
erlebte jetzt einen großen Aufschwung, von dem noch heute u.a. das
römisch-katholische Pfarrhaus, die beiden römisch-katholischen und
evangelischen Kirchen, das Komitatshaus und einige Bürgerhäuser
zeugen.
Zwischen 1782 und 1882 wurde Gyula siebenmal von Feuern heimgesucht.
Überschwemmungen des Flusses Weiße Körös sorgten für weitere
Verwüstungen.
Anfang des 18. Jahrhunderts war landwirtschaftliche Tierzucht noch
die Haupteinnahmequelle. In der Folgezeit wurde sie an Bedeutung
zunehmend von der Getreidewirtschaft abgelöst. Auch das Handwerk
und der Handel erlebten einen kräftigen Aufschwung. 1723 erhielt
Gyula Marktrecht und wurde ein wichtiger Marktflecken, u.a. für
Holz aus Transsylvanien.
Neuzeit
(1849-1990)
Die Revolution erreichte Gyula am 22. März 1848. Im Mai wurde der
Reformpolitiker Baron Béla Wenckheim zum Oberleutnant ernannt. Der
Freiheitskampf begann im Herbst mit dem Angriff von Jelasics.
1855 wurde Gyula von einer schweren Überschwemmung heimgesucht.
In Folge wurde der Körös-Kanal gebaut, der die Weiße Körös in sein
heutiges Bett um die Stadt leitet. Die Getreidewirtschaft wurde
zur Haupteinnahmequelle. Banken und Sparkassen hielten Einzug.
1858 verweigerte Gyula die Verlegung der Eisenbahnlinie nach Arad
(Rumänien) durch seine Stadt. Damit verlor Gyula an wirtschaftlicher
Bedeutung. 1950 verlor es den Komitatssitz an Békéscsaba.
Bevölkerung (2001)
Ungarn 95%, Rumänen 2%, Deutsche 2%, Sonstige (Roma, Slowaken, Griechen)
1%.
Wirtschaft
In Gyula wurde 1868 der erste Schlachthof Ungarns eröffnet. Daraus
resultierte eine Dauerwurst (die Stéberl-Wurst), die auf
der Weltausstellung 1935 in Brüssel eine Goldmedaille erhielt. Mit
der Verstaatlichung der Firma wurde diese Wurst 1948 in die heutige
Gyulaer Dauerwurst - Gyulai kolbász - umbenannt. Mit seiner
breiten Produktpalette für den heimischen und internationalen Markt
zählt das Unternehmen in Gyula (Gyulai Húskombinát Zrt.) heute zwar
zu den größten fleischverarbeitenden Unternehmen in Ungarn, allerdings
ist es finanziell angeschlagen (Ende 2012) und seine Zukunft ungewiss.
Klima
Durchschnittliche
Temperaturen:
- Mai 11-21 °C
- Juni-August 15-27 °C
- September 12-23 °C
Sonnenschein
(Std. pro Tag im Durchschnitt)
- Mai: 8
- Juni-August: 9,3
- September: 7
Niederschlag
(Regentage pro Monat im Durchschnitt)
- Mai: 9
- Juni-August: 7
- September: 6
Sehenswürdigkeiten
Hinweis 1: Die nachfolgend fett-kursiv
geschriebenen Namen sind mit einem Hyperlink ausgestattet. Wenn
Sie näheres zu dem hinter dem jeweiligen Namen sich verbergenden
Gebäude erfahren möchten, dann klicken Sie bitte auf den Hyperlink!
Hinweis 2. Wir haben dem Barock in Gyula eine eigene Internetseite gewidmet.
Bauwerke
Die heutige einschiffige Pfarrkirche Muttergottes von Nádi, auch genannt katholische Pfarrkirche
der Innenstadt (Belvárosi templom) wurde 1775 bis 1777 im Stil des Spätbarocks
und Zopfstil nach den Plänen von János Károly Linck an der Stelle einer mittelalterlichen Kirche errichtet.
Sie wurde mehrmals renoviert und erhielt dabei auch klassizistische Elemente an der Fassade und im Inneren.
Innerstädtische Pfarrkirche: Fassade (li) bzw. Innenraum (re)
Das heutige Rathaus am Petöfi tér 3 ist aus einem 1793 im
barocken Stil errichteten Gebäude hervorgegangen. Damals diente
es als Komitatshaus. Seit 1950 fungiert das mehrmals erweiterte
Gebäude als Rathaus.
Die Reformierte Kirche am Petöfi tér, neben dem Rathaus,
wurde zwischen 1791 und 1795 im Zopfstil erbaut, seitdem aber mehrmals
erneuert und umgebaut.
Reformierte Kirche, Turm (li); Rathaus und Turm der Reformierten Kirche (re)
Evangelische Kirche
Die Evangelische Kirche in der Béke sugárút 29 wurde im eklektischen Stil nach den Plänen von Gedeon Gerlóczi errichtet und 1927 eingeweiht. Der Turm wurde erst rund 10 Jahre
später aufgestellt. Ihr äußeres Merkmal sind das Giebelfeld und die dorischen Säulen. Die Kirche wurde mehrmals renoviert, zuletzt nach der Jahrtausendwende.
Die Serbisch-orthodoxe St. Nikolaus-Kirche am Szent Miklós
tér 2 wurde nach 10jähriger Bauzeit 1812 im klassizistisch-spätbarocken
Stil fertiggestellt. Ihren Turm erhielt sie allerdings erst 1854.
Die siebenachsige, vierstöckige Ikonostase von dem serbischen Ikonenmaler
Arsa Teodorovici gilt als ein Meisterwerk. Der Eingang schmückt
ein drei Meter hohes Kreuz.
Der Innenraum wurde 1928 vom Maler Béla Predmerszky renoviert.
St. Nikolaus-Kirche: Südseite (li) bzw. Ikonostase (re)
Die Kirche des hl. Josef - Szent József templom
- am Apor tér wurde zwischen 1863 und 1866 im Stil des Spätbarocks
vermischt mit einigen frühklassizistischen Elementen errichtet.
Ihre Südfassade prägt ein von jeweils zwei dorischen Säulen
beiderseits des Portals getragenes Tympanon.
Das Innere zieren wertvolle Holzskulpturen, ein schönes
Altarbild und prächtige Deckengemälde.
Kirche des hl. Josef: Südfassade (li) und Innenraum (re)

Museen und Galerien etc.
Das Geburtshaus im klassizistischem Stil des berühmtesten
Sohns der Stadt Gyula, Ferenc Erkel, Erkel Ferenc Szülöháza;
Apot tér 7. Ferenc Erkel (1810-1893) ist als der Komponist der ungarischen
Nationalhymne sowie der ungarischen Nationalopern (im Rossini-Stil
mit ungarischen Volkstänzen vermengt) Bánk Bán
und Hunyadi László bekannt.
Ferenc Erkel Geburtshaus
Erkel Ferenc Museum
Das Ferenc Erkel Museum (nicht zu verwechseln mit dem Geburtshaus des Komponisten!) in der Kossuth Lajos utca 17. Im Dürer-Raum werden
archäologische Fundstücke aus der Region gezeigt.
Ferenc Erkel Museum
Das einstöckige Ladics ház / Ladics-Haus in der Jókai
Mór utca 4 vermittelt anhand von Möbeln, Gebrauchsgegenständen,
Kleidungsstücken und weiteren Reliquien der Familie des Notars Ladics
aus fünf Generationen ziemlich einmalig und eindrucksvoll die Lebensweise
der wohlhabenden bürgerlichen Kultur der ungarischen Tiefebene
im 19. Jahrhundert.
Ladics-Haus
Kohán Galerie
Die Kohán Galerie - Kohán Képtar in der Béke sugárút 35 zeigt
mehr als 3000 Werke des kubistischen Malers György Kohán (1910-1966).
Kohán Galerie
Hundertjährige Konditorei
Das Haus am Erkel Ferenc tér 1 wurde 1840 im Zopfstil und Empirestil
errichtet. Es beherbergt die Hundertjährige Konditorei / Szászéves
Cukrászda. Mit ihrer Originaleinrichtung im Biedermeierstil
und ihrem einst als Backstube dienenden kleinen Museum ist sie die
zweitälteste Konditorei des Landes. 2004 wurde die Konditorei umfassend
renoviert.
Hundertjährige Konditorei: Südfassade und Gartencafé (li);
Interieur (re)

Hundertjährige Konditorei: Theke
Öffentliche Plätze, Parks, Skulpturen etc.
Gyula ist ein Kurort und seine Innenstadt ist auffallend grün
und von Blumen geschmückt. Die Bemühungen der Stadt in dieser
Hinsicht wurden über die vergangenen Jahre auch entsprechend belohnt.
Herausragend in diesem Zusammenhang ist der Wettbewerb Für
ein blumenreiches Ungarn, nachfolgend FBU genannt. Dieser
Wettbewerb knüpft hautnah an den europaweit ausgetragenen Wettbewerb
Entente Florale Europe an. Nachfolgende kurze Zusammengestellung
soll die Erfolge Gyulas bei diesem Wettbewerb verdeutlichen:
2005: Sonderpreis des Innenministeriums im Rahmen der Preisverleihung des Wettbewerbs FBU.
2006: Sonderpreis des Ministeriums für Unterricht und Kultur.
2007: Sonderpreis des Wettbewerbs FBU in der Kategorie Städte.
2008: Silber beim Wettbewerb Entente Florale Europe.
2009: Sonderpreis beim Wettbewerb FBU.
2010: Höchste Auszeichnung "Die Goldene Rose" anlässlich des Wettbewerbs FBU.
2011: Schirmherrpreis und Erinnerungsplakette des Landeswettbewerbs für eine Schöne Umgebung.
2012: Kulturpreis des Ministeriums für Humanressourcen anlässlich des Wettbewerbs FBU.
2013: Gewinner des Wettbewerbs FBU in der Kategorie Städte.
2014: Vertreter Ungarns beim Wettbewerb Entent Florale Europe.
Kossuth tér
Der zentrale Kossuth tér / Kossuth-Platz wird beherrscht
von seinen phantasievollen Wasserspielen und der Kapelle
der Heiligen Dreifaltigkeit. Die Kapelle wurde 1738-41
im barocken Stil von den Überlebenden der Pestepidemie errichtet.
1815-17 wurde sie mit klassizistischen Elementen erweitert und erhielt
auch ihren Turm. Die barocke Maria-Statue in der Vitrine ist aus
dem 18. Jh., das Altarbild der Heiligen Dreifaltigkeit entstand
1839.
Kossuth tér
Vom Kossuth tér gelangt man über den Elövisz Kanal in die
Innenstadt und dort zunächst vorbei an der Wasseruhr westlich
des Harruckern tér an der Kreuzung Hétvezer utca / Városház
utca.
Elövisz Kanal (li) und Wasseruhr (re)
Petöfi tér
Der Petöfi tér / Petöfi-Platz ist benannt nach dem ungarischen
Dichter und Revolutionshelden Sándor Petöfi (1823-49). Seine bronzene
Statue steht im Osten des Platzes. Am Petöfi-Platz liegen auch das
Rathaus und die Reformierte Kirche.
Petöfi-Denkmal am Petöfi tér
Petöfi tér von Osten
Szent Miklós tér
Der Szent Miklós tér - St. Nikolaus-Platz beim Burggarten mit der Serbisch-Orthodoxen Kirche sowie
Büsten von Albrecht Dürer d.Ä. (1963), dem Komponisten Béla Bartók (1962) und den Dichtern József Attila (1966) und Endre Ady (1973).
Büste Albrecht Dürer d. Ä.
Csiga kert
Der große Csiga kert - Stadtpark liegt südlich des Burggartens.
Stadtpark
Burggarten
Burg
Die monumentale, viereckige Burg aus dem 15. Jahrhundert mit gotischem Wohnschloss,
Kapelle und Burgmuseum ist die am besten erhaltene Ziegelburg Ungarns.
Heute dient sie musealen Zwecken und als Schauplatz für Freilichtspiele.
Die Burg wurde erstmals 1445 urkundlich erwähnt. Mit ihrem Bau wurde
vermutlich aber bereits um 1405 begonnen. Sie war damals im Besitz
eines Magnaten, wurde aber 1476 Eigentum der Krone unter König Matthias
Corvinus. Während der Türkenherrschaft wurde die Burg 1566 neun
Wochen lang belagert und dann an die Türken übergeben. Nach dem
Abzug der Türken 1695 kam sie wieder in ungarischen Besitz.
In den 1960er Jahren wurde die Burg renoviert und um eine Burgtheater erweitert. Bei einer weiteren Renovierung 2005 wurde das neue Renaissance-Museum eingerichtet.
Die Ziegelburg zu Gyula
Burg Gyula; Abendstimmung
Belaubte Bäume verdecken das ursprünglich nach Harruckern János György
benannte Schloss, das 1725 im barocken Zopfstil erbaut und später
von den Grafen Wenckheim und Almásy vergrößert wurde. Der Wirtschaftstrakt
(heute Säuglingsheim) hat einen zweischiffigen, langen gewölbten
Keller. Der nördliche Husarenturm stammt noch aus der Türkenzeit.
Das Schloss wurde 2012-15 für 2 Milliarden HUF - rund 6,5 Millionen
EUR - renoviert.
Schloss Harruckern-Wenckheim-Almásy, Nordfassade
Denkmal
Im Nordwesten der Burg wurde ein beeinruckendes Denkmal errichtet, leider bisher (Sommer 2016) ohne Bezeichnung.
Bad
Im Burggarten liegt das Burgbad. Das Strand-
und Heilbad ist nicht nur durch das ausgezeichnete
Heilwasser international bekannt, sondern auch durch den 8,5 ha
großen ehemlaigen Schlosspark, wo jahrhundertealte Bäume (darunter auch die Eiche
unter der der Komponist Ferenc Erkel der Überlieferung nach
seine Oper geschrieben haben soll) und seltene Pflanzen 19 Becken
säumen. Manche von ihnen sind überdacht, andere nicht, manche laden
zum Entspannen im Thermalwasser, andere zum Schwimmen ein, manche
locken mit Wellen, andere mit Rutschen. Das Heilwasser ist zur Behandlung
von bewegungsorganischen und gynäkologischen Krankheiten bzw. zur
Nachbehandlung von Unfallverletzungen geeignet. Den Gästen stehen
außerdem verschiedene Wellness- und therapeutische Dienstleistungen,
wie Gewichtsbad, Massage, Inhalation, Unterwassergymnastik, Heilgymnastik
zur Verfügung.
Burgbad: Grünanlagen (links) und Kinderplantschbecken (rechts)
Essen & Trinken
Sörpince Étterem, Kossuth tér 2: Gute ungarische Hausmannskost.
Kisködmön, Városház utca 15: nettes Restaurant mit traditioneller Küche.
Halászcsárda, Part utca 3: Fischrestaurant am Kanal.
Skorpió pizzéria, Jókai utca 17.
Szászéves Cukrászda (Hundertjährige Konditorei), Erkel Ferenc tér 1: köstliche Kuchen
und Torten in stilvollem Ambiente!
Kézmüves Cukrászda,
Városház utca 21.
Events
Gyula Theaterfestival
Das Gyula Theaterfestival findet jährlich Mitte Juli bis August
im Hof der mittelalterlichen Burg bzw. auf einer Bühne im See vor
der Kulisse der Burg statt.
Ungarisches
Volkstanzfestival im August.
Volkstanzfestival
Husaren beim Volkstanzfestival
Berühmte Personen
Albrecht Dürer d.Ä. (1427-1502), Goldschmied und Großvater des
berühmten Renaissancemalers Albrecht Dürer.
Ferenc Erkel
(1810-1893), Begründer der ungarischen Nationaloper und Komponist
der ungarischen Nationalhymne.
Imre Bródy
(1891-1944), Physiker.
Gesundheit; Kur & Wellness
Burg- und Strandbad / Thermalbad.
Freizeit / Für Familien
Burg und Strandbad
/ Thermalbad.
Angeln, z.B. im Stadtteil Gyulavári.
Gyulavári, Angelteich
Gyulavári, Angelteich
Einkaufen
Markt für Obst, Gemüse, Hungarica u.a.; Nordende der Béke sugárút.
Rundwanderung I
Wir beginnen am zentralen Kossuth tér / Kossuth-Platz mit
seinen phantasievollen Wasserspielen und gehen dann weiter auf der
mit von Blumenkompositionen geschmückten Szent István út
bis zur Wasseruhr am westlichen Harruckern tér, der mit
seinen Springbrunnenspielen, alten Bäumen und der katholischen
Pfarrkirche (Belvárosi templom) auf einen der vielen Bänke
zum Verweilen einlädt.
Wohnhaus neben dem Harruckern tér 
Von da gehen wir weiter in Richtung Norden bis zum Erkel tér
/ Erkel-Platz mit der Büste des Komponisten der ungarischen
Nationalhymne.
Erkel tér
Von hier ist es ein Katzensprung in Richtung Osten
bis zum schattigen Petöfi tér / Petöfi-Platz mit der Statue
des ungarischen Dichters und Nationalhelden sowie dem Rathaus
und der links daneben gelegenen Reformierten Kirche.
Petöfi-Denkmal am Petöfi tér
Wir gehen zurück zum Erkel tér und kehren dort ein in die 1840 errichtete,
reizvolle Szászéves cukrászda / Hundertjährige Konditorei.
Dort genießen wir Kaffee, Torten und Eis in den geschmackvoll eingerichteten
Biedermeier-Salons unter originalen klassizistisch-frühromantischen
Wandmalereien und besichtigen die in einem Nebenraum eingerichtete
historische Bäckerei.
Gestärkt gehen wir wenige Schritte auf der Jókai Mór utca
in Richtung Westen: Das Ladics ház / Ladics-Haus mit seinem
Museum veranschaulicht die Lebensweise der wohlhabenden Landbevölkerung
im 19. Jahrhundert.
Wir folgen der Jókai Mór utca weiter in Richtung Westen bis zur
Kreuzung mit der Dürer Albert utca und gehen die paar Schritte bis
zum Apor Vilmos tér. Dort empfiehlt sich ein Besuch des Geburtshauses
des berühmtesten Sohns der Stadt Gyula, Ferenc Erkel - Erkel
Ferenc Szülöháza - dem Komponisten der ungarischen Nationalhymne
sowie mehrerer ungarischer Nationalopern (im Stil Rossinis gemischt
mit ungarischen Volkstänzen).
Von hier gehen wir auf der Jókai Mór utca zurück ein Stück in Richtung
Osten bis zur Kreuzung Béke sugárút und dort weiter ein Stück in
Richtung Norden bis zum Kohán Képtar / Kohán Museum mit
Werken des Malers György Kohán (1910-1966).
Rundwanderung II
Wir beginnen unsere Wanderung wieder am Kossuth tér, folgen der
Városház utca und dann weiter auf der Kossuth Lajos utca vorbei
am kleinen Szent Miklós tér rechts mit der griechisch-orthodoxen Kirche
sowie Büsten von Albrecht Dürer d.Ä., dem Komponisten Béla Bartók und den Dichtern József Attila und Endre Ady.
Rechts zweigt eine Straße über eine Brücke ab. Wir bleiben aber
zunächst auf der Kossuth utca. Nach wenigen Metern liegt rechts
das Ferenc Enkel Museum.
Über die oben erwähnte Brücke gelangen wir zur gotischen Ziegelburg sowie
zum Burggarten mit dem Strand- und Thermalbad sowie dem Harrucker-Schloss Almásy.
Gyulavári
Das kurz vor der rumänischen Grenze gelegene Gyulavári ist ein Vorort
von Gyula. Sehenswert ist das mit Mitteln der Europäischen
Union restaurierte Schloss Wenckheim Almásy. Zweck des Schlosses
ist die kulturellen, umweltbedingten und die ökonomischen Werte
des südlichen Tieflands den Touristen mit Hilfe von Ausstellungen
und Seminarien vorzustellen.
Schloss Wenckheim-Almásy

Impressionen von Gyulavári
Sehenswertes und Freizeitangebote
in der Umgebung
Die rund 20
km westlich von Gyula gelegene Stadt Békéscsaba
mit ihren Museen und ihrer Architektur, LB, B.
Die Historische
Gedenkstätte in Vésztö
(ca. 35 km), LB.
Die Universitätsstadt
Szeged
(ca. 110 km), LB (direkt bzw. 1x U), B (1x U).
Das Arboretum
in Szarvas (ca. 65 km), LB (direkt bzw. 1x U), B (2x U).
LB=Verbindung mit Linienbus; B=Verbindung mit der
Bahn.
Eingabehilfen
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quergelegten roten Menüleiste die Option Ferienhäuser wählen.
2. Die Suchbox ausfüllen: Unter "Wo soll es hingehen?" Unter Reiseziel "Gyula Ungarn" eintragen; Unterkunftsart und Ihre Reisedaten eingeben.
3. Ihre Eingaben durch Klicken auf die Schaltfläche Jetzt suchen
bestätigen. Die verfügbaren Objekte werden Ihnen vorgestellt.
Expedia
1. Klicken Sie auf das Logo.
Sie gelangen auf die Partnerseite von expedia. Wählen Sie dort in der Menüleiste oben die Option Click&Mix und klicken Sie dann
auf der neuen Seite auf die Schaltfläche (Sie müssen etwas nach unten blättern) Unglaubliches Angebot.
2.Die Option Flug und Hotel ist für Gyula nicht wählbar. Sie müssen Flug und Hotel separat buchen. Tragen Sie unter Zielflughafen "Budapest" und unter Hotel "Gyula" ein.
Hinweis: Beachten Sie die Option "Mietwagen"!
Zum Seitenanfang.
Aktualisiert am 14.10.2016
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